Reformvorschlaege zur deutschen Rentenpolitik
Die deutsche Rentenpolitik steht vor weitreichenden Reformen, um dem steigenden Druck auf das Umlageverfahren durch eine alternde Gesellschaft zu begegnen. Eine Rentenkommission hat Vorschläge vorgelegt, die unter anderem eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters vorsehen. Demnach könnte das Eintrittsalter für Menschen mit 35 Versicherungsjahren von 63 auf 64 Jahre steigen, während für andere langfristig ein Rentenalter von 70 Jahren ab dem Jahr 2091 diskutiert wird. Zudem wird die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren sowie die Einführung einer Kapitalrente vorgeschlagen.
Die Pläne lösen politische und gesellschaftliche Debatten aus. Während die Kommission eine breitere Finanzierung durch die Einbeziehung von Selbstständigen, Beamten und Abgeordneten empfiehlt, kritisiert die Opposition die Anhebung der Altersgrenzen als soziale Verschlechterung ohne ausreichenden Einspareffekt. Zudem besteht Unklarheit über die konkreten Auswirkungen der gesetzgeberischen Umsetzung, da das Bundesarbeitsministerium derzeit noch an der Ausgestaltung arbeitet.
UBS erwaeget internationalen Zusammenschluss
Die UBS erwägt angesichts geplanter strengerer Eigenkapitalvorschriften in der Schweiz einen internationalen Zusammenschluss. Hintergrund ist ein Beschluss des Ständerats, die Bank zu verpflichten, ihre Auslandstöchter mit 90 Prozent hartem Kernkapital zu unterlegen. Laut Medienberichten, unter anderem von Semafor, könnten sich die Gespräche der UBS-Führung mit acht global tätigen Instituten, darunter Morgan Stanley, der Deutschen Bank und Standard Chartered, auf einen Verlegung des Hauptsitzes ins Ausland konzentrieren, um den Schweizer Regulierungen zu entgehen. Die UBS kommentiert Spekulationen nicht.
Finanzministerin Karin Keller-Sutter bezeichnete die geplanten Massnahmen als vertretbar, hielt einen Wegzug der Bank jedoch für rechtlich komplex und teuer. Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Martin Schlegel, unterstützte die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen zur Finanzstabilität und betonte die Wichtigkeit einer hohen Eigenkapitalunterlegung. An den Märkten führte die Nachricht zu einem Kursplus der UBS-Aktie um 3,5 Prozent.
US-Aktienmärkte unter geopolitischem Druck
Die US-Aktienmärkte zeigten sich angesichts geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und steigender Energiepreise unter Druck. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Rückgang von 0,3 Prozent bei 51.349 Punkten, während der S&P 500 nahezu unverändert bei 7.704 Punkten verblieb. Auch der Nasdaq verzeichnete kaum Veränderungen. Die Sorgen vor einer Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundenen steigenden Ölpreise belasteten die Stimmung. In diesem Zusammenhang stiegen die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 2004.
Bei den Einzelwerten zeigten sich die Technologiepapiere uneinheitlich. Während Meta nach der Vorstellung eines neuen Geräts für seinen KI-Assistenten um 4,5 Prozent zulegte, verzeichnete Oracle einen Rückgang. Der Softwarekonzern berief sich bei einem Rechenzentrumsprojekt in New Mexico auf höhere Gewalt. Die Aktien von MGM Resorts brachen deutlich ein, nachdem das Unternehmen People Inc sein Übernahmeangebot zurückgezogen hatte. Im späten Handel erholten sich die Indizes leicht, nachdem Berichte über mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran vorlagen.