Goldpreis gerät unter Druck
Der Goldpreis gerät im Freitagshandel unter Druck, während er gleichzeitig auf den höchsten Wochengewinn seit Ende August zusteuert. Nach einem starken Anstieg, der durch das Durchbrechen wichtiger Widerstandsmarken bei 4.020 und 4.094 USD sowie den Bruch einer zentralen Abwärtstrendlinie eingeleitet wurde, findet aktuell eine Korrektur des steilen Kursanstiegs statt. Der Gold-Future für Dezember notierte am Freitagmorgen bei 4.055,70 Dollar pro Feinunze.
Die jüngste Erholung der Ölpreise belastet die Edelmetallnotierungen, da sie neue Inflationssorgen sowie Erwartungen an längerfristig hohe US-Leitzinsen verstärkte. Zudem führten Kursverluste bei Technologieaktien zu Auflösungen von Goldpositionen zur Beschaffung von Liquidität. Marktteilnehmer richten den Blick nun auf den US-Arbeitsmarktbericht sowie die kommenden Inflationsdaten, die Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern könnten. Parallel dazu zeigt sich der Ölmarkt mit steigenden WTI- und Brent-Futures, bleibt jedoch aufgrund anhaltender militärischer Spannungen im Nahen Osten und Risiken für die Versorgungssicherheit volatil.
Rheinmetall senkt Umsatzprognose für 2026
Nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für das dritte Quartal hat der Rüstungskonzern Rheinmetall seine Umsatzprognose für das Jahr 2026 gesenkt. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatz von rund 13,2 Milliarden Euro, nachdem zuvor eine Spanne von 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro angegeben worden war. Zudem wurde die Prognose für die operative Marge von etwa 19 Prozent auf 18,5 Prozent korrigiert.
Als Gründe für die Anpassungen werden Verzögerungen bei der Auslieferung von Artilleriemunition sowie beim gepanzerten Fahrzeug „Boxer“ genannt. Auch beim Arminius-Auftrag kam es zu Verzögerungen, wodurch damit verbundene Vorauszahlungen nun erst für das Jahr 2027 erwartet werden. Der operative Gewinn stieg im dritten Quartal hingegen um 62 Prozent auf 553 Millionen Euro.
Die Reaktion an den Finanzmärkten fiel deutlich aus, wobei der Aktienkurs im Tagesverlauf zeitweise um bis zu 16 Prozent einbrach. Analysten reagierten mit Kurszielanpassungen auf die Prognoseänderungen.
Beitraege in der PKV steigen
Im Januar 2027 müssen sich rund 53 Prozent der Versicherten in der privaten Krankenversicherung (PKV) auf höhere Kosten einstellen, was etwa 4,66 Millionen Menschen betrifft. Laut dem Verband der privaten Krankenversicherung steigen die Beiträge im Durchschnitt um 13,4 Prozent. Grund für diese Entwicklung ist die hohe Kostendynamik im Gesundheitswesen, insbesondere die steigenden Kosten in Krankenhäusern.
Parallel dazu hebt die Bundesregierung die Versicherungspflichtgrenze für das kommende Jahr von 77.400 Euro auf 84.150 Euro an. Dies kann dazu führen, dass Arbeitnehmer, deren Einkommen über der neuen Grenze liegt, grundsätzlich in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) fallen, sofern sie nicht unter bestimmte Bestandsschutzregelungen fallen. Für Personen, die bereits am 31.12.2026 privat versichert waren, gilt eine niedrigere Grenze von 80.550 Euro. Ein Wechsel zurück in die GKV ist für Versicherte unter bestimmten Bedingungen möglich, sofern das Einkommen dauerhaft unter der neuen Grenze liegt und die Person jünger als 55 Jahre ist.