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Nachrichten vom: Mittwoch, 29. Juli 2026, 18:00

Schwere Waldbrandserie in Südeuropa

Schwere Waldbrände in Frankreich, Spanien und Italien führen derzeit zu großflächigen Evakuierungen und massiven Zerstörungen. In Frankreich hat sich das Feuer in der Gironde seit dem 22. Juli ausgebreitet und rund 42.000 Hektar verbrannt. In der Region Bordeaux wurden bereits 220.000 Menschen evakuiert. In Spanien wütet in der Provinz Ávila ein Brand, der nach Schätzungen etwa 47.000 bis 50.000 Hektar erfasst hat, was als der größte Waldbrand der jüngeren spanischen Geschichte gilt. In der Region Madrid wurden über 55.000 Menschen evakuiert, wobei Zehntausende bereits in ihre Häuser zurückkehren konnten. Ein weiteres Feuer in der Nähe von Valencia hat 6.500 Hektar zerstört und rund 16.000 Menschen zur Flucht gezwungen. In Italien sind Brände in Apulien und auf Siziliert aktiv, wobei in Gargano Touristen per Boot in Sicherheit gebracht werden mussten. Trotz punktueller Stabilisierungen der Lage erschweren hohe Temperaturen und Windböen die Löscharbeiten in allen betroffenen Gebieten weiterhin massiv.

Politische Ausrichtung der Quellen: Eher links der Mitte

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Quellen

Entlastung nach Plagiatsvorwurf gegen Brosius-Gersdorf

Die Universität Hamburg hat die Untersuchung der Plagiatsvorwürfe gegen die Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf abgeschlossen und das Ergebnis als Entlastung bekannt gegeben. Nach einer ordnungsgemäßen Prüfung durch die zuständigen Gremien konnte kein wissenschaftliches Fehlverhalten in ihrer Dissertation festgestellt werden. Die Universität teilte mit, dass die gegen die Juristin vorgebrachten Hinweise somit nicht bestätigt wurden. Brosius-Gersdorf wurde über das Ergebnis der Untersuchung bereits informiert. Die Vorwürfe bezogen sich auf Textparallelen zwischen ihrer Doktorarbeit und der Habilitationsschrift ihres Ehemannes, des Juristen Hubertus Gersdorf. Die Plagiatsvorwürfe waren im Juli 2025 im Rahmen ihrer Kandidatur für das Amt einer Richterin am Bundesverfassungsgericht laut geworden. Die Unionsfraktion im Bundestag hatte damals die Absetzung der Wahl gefordert und die Vorwürfe als Grund angeführt, was letztlich dazu führte, dass Brosius-Gersdorf ihre Kandidatur zurückzog. Das Verfahren der Universität Hamburg erfolgte gemäß den geltenden Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis.

Politische Ausrichtung der Quellen: Mitte

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Russischer Haftbefehl gegen Telegram-Gründer Durow

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einen internationalen Haftbefehl gegen den Telegram-Gründer Pawel Durow erlassen. Dem Unternehmer wird Beihilfe zum Terrorismus vorgeworfen. Hintergrund der Ermittlungen sind laut russischen Nachrichtenagenturen Aktivitäten des ukrainischen Geheimdienstes, die über den Messengerdienst organisiert werden sollen. Konkret wird Durow vorgeworfen, Kanäle und einen Dating-Bot nicht gelöscht zu haben, die zur Vorbereitung von Sabotageakten und Terroraktivitäten genutzt werden sollen. Durow, der in Russland geboren wurde und die Staatsbürgerschaften Frankreichs sowie der Vereinigten Arabischen Emirate besitzt, weist die Anschuldigungen zurück. Er bezeichnet die Vorwürfe als Vorwand, um die Privatsphäre und Redefreiheit einzuschränken. Parallel zu den russischen Ermittlungen laufen auch in Frankreich Verfahren gegen ihn. Dort wird ihm vorgeworfen, dass Telegram nicht ausreichend gegen kriminelle Inhalte vorgegangen sei und nicht hinreichend mit den Strafverfolgungsbehörden kooperiert habe. Durow ist unter anderem in Dubai ansässig.

Politische Ausrichtung der Quellen: Mitte

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