Analysten uneinig über Rheinmetall-Zukunft
Die Einschätzungen zur Zukunft des Rüstungskonzerns Rheinmetall weichen unter Analysten derzeit voneinander ab. Die Privatbank Berenberg hat die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ herabgestuft und das Kursziel deutlich von 1.600 Euro auf 1.020 Euro gesenkt. Analyst George McWhirter sieht die mittelfristigen Wachstumsperspektiven mit Unsicherheiten behaftet und betont, dass für ein Wachstum über das Jahr 2030 hinaus deutlich mehr Aufträge erforderlich seien. Im Gegensatz dazu belässt die kanadische Bank RBC die Einstufung auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 1.600 Euro. Mark Fielding geht von einer anhaltenden Umsatzdynamik im Industriegütersektor aus, die sich im dritten Quartal fortgesetzt haben dürfte. Während die anstehenden Quartalszahlen laut Berenberg und Bernstein Research wenig über die langfristige Entwicklung aussagen, verdeutlichen zeitgleich Großaufträge US-amerikanischer Rüstungskonzerne wie Raytheon und Lockheed Martin die hohe staatliche Nachfrage nach Raketenabwehrsystemen. Diese Aufträge betreffen jedoch nicht Rheinmetall.
Dax verliert nach Allzeithoch deutlich
Der deutsche Leitindex Dax verzeichnete am 28. August 2026 mit 26.628 Punkten ein neues Allzeithoch, sank jedoch knapp sechs Wochen später wieder unter die Marke von 25.000 Punkten. Im Vergleich dazu erzielte der MSCI World zum Stand des 30. September 2026 ein Plus von rund 15,9 Prozent, während der Dax lediglich um 2.9 Prozent zulegte.
Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Diversifizierung: Während der MSCI World über verschiedene Regionen und Branchen verteilt ist, konzentriert sich der Dax stark auf den Industriesektor. Zudem erwirtschaften Dax-Konzerne etwa drei Viertel ihrer Umsätze im Ausland, was sie von der globalen Konjunktur und politischen Spannungen abhängig macht. Innerhalb des Dax zeigten sich insbesondere die Automobilwerte schwach; BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz verzeichneten seit Januar Verluste von über 34 Prozent. Im Gegensatz dazu weist der MSCI World eine hohe Konzentration im Technologiesektor auf, wobei die zehn größten Titel bereits 26,6 Prozent der Kapitalisierung abdecken.
Scalable Capital startet neues Altersvorsorgedepot
Der Neobroker Scalable Capital hat die Konditionen für sein neues Altersvorsorgedepot veröffentlicht, das zum 1. Januar 2027 startet. Das Angebot umfasst eine Variante für Selbstentscheider, bei der Anleger eigenständig zwischen verschiedenen Produkten wie Aktien-, Anleihen-, Rohstoff-ETFs sowie ELTIFs wählen können, sowie ein Standarddepot mit automatischer, altersabhängiger Anpassung der Aktienquote.
Ein zentrales Element ist der sogenannte „Rentenbonus“. Hierbei werden die laufenden Produktkosten (TER) für ausgewählte ETFs von Scalable Capital, BlackRock, DWS und Vanguard vollständig erstattet und reinvestiert. Dieser Bonus ist bereits ab sofort für Bestände im regulären Broker-Depot verfügbar, die durch Käufe oder Sparpläne bis zum Jahresende aufgebaut werden; die anfallende TER wird dem künftigen Altersvorsorgedepot gutgeschrieben. Die Handelskosten für Einzelorders betragen im PRIME+-Modell 0 Euro und im FREE-Modell 0,99 Euro, während Sparpläne gebührenfrei sind. Für das Standarddepot sind die ETF-Kosten bis mindestens zum 31. Dezember 2027 entfallen.