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Nachrichten vom: Donnerstag, 16. Juli 2026, 18:00

Urteil nach Morandi-Bruecken-Einsturz gefaehlt

Ein Gericht in Genua hat den ehemaligen Top-Manager der Autobahngesellschaft Autostrade per l'Italia, Giovanni Castellucci, zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Der Prozess im Zusammenhang mit dem Einsturz der Morandi-Brücke am 14. August 2018, bei dem 43 Menschen ums Leben kamen, dauerte vier Jahre. Castellucci wurde für das Unglück schuldig gesprochen, nachdem die Staatsanwaltschaft 18 Jahre und sechs Monate Haft gefordert hatte. Die Anklage warf ihm vor, bereits seit 2009 von Mängeln gewusst zu haben und Profit über die Sicherheit der Infrastruktur gestellt zu haben. Ein Expertenbericht zufolge war die 1967 eröffnete Schrägseilbrücke aufgrund mangelhafter Wartung schwer beschädigt. Der Einsturz riss Fahrzeuge 45 Meter in die Tie Tiefe und führte dazu, dass etwa 600 Anwohner ihr Zuhause verloren. Insgesamt standen 57 Beschuldigte im Prozess. An der Stelle der Brücke steht seit August 2020 ein Neubau des Architekten Renzo Piano, der 43 Lichtmasten als Gedenken an die Opfer umfasst.

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US-Angriffe gegen iranische Ziele

Das US-Militär hat in der Nacht eine neue Angriffswelle gegen den Iran durchgeführt, die erstmals seit Beginn der aktuellen Kämpfe um die Straße von Hormus auch Teile des Nordens des Landes erreichte. Das US-Zentralkommando Centcom teilte mit, dass Angriffe gegen militärische Einrichtungen gerichtet waren, die Handelsschiffe in der Straße von Hormus bedrohen könnten. Dabei wurde der unter der Flagge Curaçaos fahrende, unbeladene Öltanker Belma mit Hellfire-Raketen am Schornstein getroffen und manövrierunfähig gemacht, nachdem das Schiff Warnungen ignoriert hatte. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen in der Umgebung der Hauptstadt Teheran sowie in der Provinz Semnan. Der Iran reagierte mit Angriffen auf umliegende Golfstaaten: In Jordanien wurden Raketen abgefangen, in Kuwait bekämpfte die Luftabwehr Drohnenangriffe und in Bahrain wurde Luftalarm ausgelöst. US-Präsident Donald Trump erklärte, der Iran sei bereit für ein Friedensabkommen, kündigte jedoch weitere Angriffe an. Parallel zur Eskalation wurde die Freilassung der US-Bürgerin Dena Karari aus dem Iran bekannt.

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Kritik an Senkung des Unterhaltsvorschusses

Die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), die Altersgrenze für den Unterhaltsvorschuss von 18 auf 16 Jahre zu senken, lösen heftige politische Reaktionen aus. Von der Reform betroffen wären etwa 80.000 Jugendliche, deren alleinerziehende Eltern ein Bruttoeinkommen von mindestens 3.000 Euro haben. Bundeskanzler Friedrich Merz verteidigte die Maßnahme auf einer Pressekonferenz als notwendige Abwägung, da die finanziellen Entwicklungen die Kommunen massiv bedrohten und er davon ausgehe, dass Eltern älterer Kinder durch verbesserte Betreuung wieder vermehrt Arbeit aufnehmen könnten. Die Kritik aus der Opposition und dem Koalitionspartner SPD ist deutlich. Politiker der SPD, darunter Manuela Schwesig und Tim Klüssendorf, warfen der Ministerin vor, die Lebensrealität von Alleinerziehenden zu verkennen. Auch die Grünen und die Linke sowie Verbände wie der VAMV und der Paritätische Gesamtverband lehnten die Kürzungen ab. Kritiker betonen, dass auch 16- und 17-Jährige weiterhin auf Unterstützung angewiesen seien und die Reform eine Belastung für Familien mit hohem Armutsrisiko darstelle.

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