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Nachrichten vom: Sonntag, 7. Juni 2026, 18:00

Politiker in Armenien festgenommen

Einen Tag vor der Parlamentswahl in Armenien wurden sechs Politiker der pro-russischen Oppositionspartei „Starkes Armenien“ festgenommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Armenpress berichtete, dass die Zentrale Wahlkommission den Ermittlern die Einleitung von Strafverfahren gegen die Kandidaten gestattet habe. Gründe für die Festnahmen wurden bislang nicht genannt, und das zuständige Ermittlungskomitee äußerte sich nicht zu dem Vorgehen. Die Wahl am Sonntag gilt als richtungsweisende Entscheidung für die geopolitische Zukunft des Landes zwischen einer Annäherung an die EU und der Beibehaltung der Beziehungen zu Russland. Während die Regierungspartei „Zivilvertrag“ unter Premierminister Nikol Paschinjan laut Umfragen mit 24 bis 32 Prozent führt, liegt die Partei „Starkes Armenien“ bei sechs bis elf Prozent. Die Opposition kritisiert Paschinjans Kurs in Richtung Westen. Der Parteivorsitzende Samwel Karapetjan steht derzeit unter Hausarrest, da ihm vorgeworfen wird, zum Sturz der Regierung aufgerufen zu haben, was er als politisch motiviert zurückweist.

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Russischer Drohnenangriff auf Tschernobyl-Anlage

Ein russischer Drohnenangriff hat in der Nacht auf Sonntag eine Anlage zur Lagerung abgebrannter Brennelemente nahe dem Atomkraftwerk Tschernobyl getroffen. Nach Angaben des ukrainischen Staatskonzerns Energoatom wurde ein Gebäude für die Annahme von Containern beschädigt, wobei sich ein Feuer auf etwa 40 Quadratmeter ausbreitete und gelöscht werden konnte. Die Strahlungswerte blieben laut ukrainischen Behörden stabil, es gab keine Verletzten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff auf die kritische Infrastruktur als „extrem niederträchtig“. Auch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bezeichnete den Vorfall als äußerst besorgniserregend, da sich das Ziel in unmittelbarer Nähe zu großen Mengen an Kernmaterial befand. Ein IAEA-Team wird die Schäden an der Fassade und den benachbarten Gebäuden in Kürze begutachten. Parallel zu den Vorfällen bei Tschernobyl meldeten ukrainische Behörden weitere russische Angriffe auf die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja, bei denen mindestens zwei Menschen getötet wurden.

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Bugfahrwerk bei Lufthansa-Maschine eingeklappt

Am Donnerstag, den 4. Juni, kam es am Flughafen Frankfurt zu einem Zwischenfall mit einer Boeing 787-9 Dreamliner der Lufthansa. Gegen 12:45 Uhr klappte das Bugfahrwerk der Maschine an der Parkposition A15 unerwartet ein, woraufhin das Flugzeug auf die Nase sank. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich 13 Crewmitglieder sowie Mitarbeiter von Dienstleistungsunternehmen an Bord; Passagiere waren noch nicht eingestiegen. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt, darunter zwei Lufthansa-Mitarbeiter, die das Krankenhaus jedoch bereits wieder verlassen konnten. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Untersuchung des Vorfalls aufgenommen und die Beweisführung an der Maschine bereits abgeschlossen. Die BFU plant, nächste Woche mit den Zeugenvernehmungen zu beginnen; ein erster Zwischenbericht wird in etwa acht Wochen erwartet. Die Ursache für das Zusammenklappen des Fahrwerks ist bislang ungeklärt. Das betroffene Flugzeug wurde nach dem Enttanken und Anheben auf das Technik-Gelände geschleppt und soll dort repariert werden.

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