Neue Open-Source-Alternativen zu Adobe und Microsoft
Das Softwareprojekt ArtCraft hat seine Sammlung quelloffener Desktop-Programme auf 13 Anwendungen erweitert, die als kostenlose Alternativen zu etablierten Programmen von Adobe und Microsoft für Windows, macOS und Linux dienen sollen. Das Vorhaben des Entwicklers Brandon Thomas umfasst Nachbildungen von Werkzeugen wie Photoshop, Word, Excel und PowerPoint. Die Entwicklung nutzt die Programmiersprache Rust sowie KI-Agenten des Modells Claude Opus 5.5 von Anthropic, um den Programmcode weitgehend autonom zu erstellen.
Obwohl die Anwendungen durch ihren geringen Speicherbedarf und eine hohe Geschwindigkeit auffallen, befinden sie sich in einem frühen Entwicklungsstadium. Es bestehen deutliche Lücken bei der Funktionsparität und Stabilität; so weist das Projekt bei PhotoCraft Abweichungen bei über einem Viertel der Referenzdateien auf. Zudem fehlen in den Office-Nachbauten Funktionen wie Diagramme oder eine Rechtschreibprüfung außerhalb von US-Englisch. Für den produktiven Einsatz wird die Suite aufgrund der experimentellen Natur und fehlender Funktionen derzeit nicht empfohlen.
Windows 11 passt auf CD-ROM
Der Entwickler NTDEV hat mit „Pico11“ eine extrem verkleinerte Version von Windows 11 präsentiert, deren Installationsabbild mit exakt 699.811.840 Bytes auf eine herkömmliche 700-MB-CD-ROM passt. Das Projekt dient als technisches Experiment, um die Grenzen der Reduzierbarkeit des Betriebssystems ohne Verzicht auf eine grafische Benutzeroberfläche aufzuzeigen.
In einer Testumgebung mit 4 GB zugewiesenem Arbeitsspeicher belegte das System im laufenden Betrieb etwa 883 MB RAM. Grundlegende Anwendungen wie der Datei-Explorer, die Einstellungen, der Taschenrechner, Notepad und Paint blieben funktionstüchtig, während der Task-Manager eine ältere Benutzeroberfläche aufweist. Um die Dateigröße zu erreichen, wurden wesentliche Komponenten wie Windows Update und die gesamte Servicing-Infrastruktur entfernt, wodurch das System keine regulären Sicherheitsupdates mehr erhalten kann. Aus diesem Grund ist Pico11 nicht für den alltäglichen Einsatz oder dauerhaft betriebene PCs geeignet. Der Entwickler plant, die für Pico11 entwickelten Funktionen künftig in den Tiny11 Builder zu integrieren.
Android-App fungiert als Banking-Trojaner
Sicherheitsforscher von Zscaler ThreatLabz warnen vor einer Android-App namens „PDF Reader“ des Entwicklers Duka Zuri, die als Banking-Trojaner fungiert. Die Anwendung, die laut Google Play Store bereits über 10.000 Mal installiert wurde, lädt heimlich die Schadsoftware Anatsa auf das Gerät nach. Diese ist in der Lage, Zugangsdaten für das Online-Banking auszuspähen, indem sie gefälschte Anmeldefenster über echte Banking-Apps legt. Google hat die App inzwischen aus dem Play Store entfernt.
Nutzer, die die App installiert haben, sollten diese umgehend über die Geräteeinstellungen deinstallieren. Da der Trojaner bereits Daten gestohlen haben könnte, wird empfohlen, die Zugangsdaten über ein sicheres, anderes Gerät zu ändern und die Kontobewegungen sowie das TAN-Verfahren zu überprüfen. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte zudem die Bank kontaktiert werden. Experten raten zudem dazu, die Berechtigungen für Android-Bedienungshilfen zu kontrollieren und das Smartphone mit einem Virenscanner zu überprüfen.