DAX legt trotz Volatilitaet zu
Der DAX zeigte sich am Dienstag im Handelsverlauf volatil und gab seine frühen Gewinne zeitweise wieder ab. Trotz eines Rückgangs der Ölpreise und Anleiherenditen sowie eines weltweit unter Druck geratenen Technologiesektors konnte der deutsche Leitindex zuletzt wieder zulegen. Der Index notierte mittags mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 25.420 Punkten, nachdem er zuvor auf 25.302 Punkte gefallen war. Der MDAX bewegte sich ebenfalls in einem positiven Bereich.
Die Halbleiterbranche geriet aufgrund von technologischen Fortschritten des chinesischen Unternehmens CXMT sowie Zweifeln an der Rentabilität von KI-Investitionen unter Verkaufsdruck. Im DAX verzeichnete Infineon Verluste, während im MDAX Papiere wie Aixtron, Siltronic, Elmos und Suss Microtec nachgaben. Im Gegensatz dazu profitierte Symrise von Umsatzzahlen des Konkurrenten Givaudan. An den US-Börsen fiel der Nasdaq 100, während der Dow Jones zulegte. Die Anleger blicken nun auf die anstehende US-Berichtssaison der Unternehmen.
Infineon-Aktie verzeichnet deutliche Kursverluste
Die Aktie des Münchener Halbleiterkonzerns Infineon Technologies AG verzeichnete zuletzt Kursverluste und notierte im Bereich von 55,86 Euro. Damit fiel der Wert im DAX deutlich hinter den Index zurück, der sich im gleichen Zeitraum um 0,28 Prozent nach oben bewegte. Der Kursrückgang von etwa 2,38 Prozent im Vergleich zum Vortag führte dazu, dass das Papier im unteren Drittel des Leitindex rangierte.
Der aktuelle Kurs liegt deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 88,83 Euro. Der Börsenwert des Unternehmens wird mit etwa 71 bis 76 Milliarden Euro beziffert. Im Handel wurden zuletzt rund 1,7 Millionen Aktien umgesetzt, was unter dem Volumen des vorangegangenen Handelstages lag. Während der Kurs am Montag zunächst bei 57,22 Euro schloss, setzte sich der Abwärtstrend im weiteren Verlauf fort. Damit nähert sich der Titel technischen Unterstützungsbereichen an, während die 52-Wochen-Tiefststände im Bereich von etwa 31 Euro liegen.
Goldpreis erobert 4200 Dollar Marke
Der Goldpreis hat die Marke von 4.200 US-Dollar zurückerobert und zeigt sich zum Wochenauftrag stabilisiert. Diese Entwicklung wird durch mehrere Faktoren gestützt, darunter sinkende US-Anleiherenditen, ein Rückgang der Ölpreise sowie ein schwächerer US-Dollar. Während die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen zuletzt von etwa 5,36 Prozent auf rund 5,23 Prozent fielen, sorgte ein Rückgang des Brent-Ölpreises auf etwa 103 Dollar für zusätzlichen Rückenwind.
Die weitere Kursentwicklung bleibt jedoch ungewiss. Am Mittwoch werden die US-Verbraucherpreise für September veröffentlicht, deren Ergebnisse entscheidend für die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed sein könnten. Analysten warnen zudem vor potenziellen Korrekturen: Während die HSBC ihre Prognosen für 202
6 und 2027 leicht nach unten korrigierte, sieht die Bank of America für das vierte Quartal einen Durchschnittspreis von rund 4.000 US-Dollar und hält einen Rückgang bis auf 3.750 US-Dollar für möglich. Entscheidend bleibt, ob die aktuelle Erholung durch die anstehenden Inflationsdaten nachhaltig bestätigt wird.