US-Boersen schliessen im Plus
Die US-Börsen schlossen am Mittwoch nach der Entscheidung der US-Notenbank Fed, den Leitzins unverändert zu lassen, im Plus. Die Anleger reagierten auf die erwartungsgemäße Zinspause und die Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh, wobei die Märkte nun mit einer Zinserhöhung im Dezember rechnen. Der Dow Jones Industrial legte um 0,19 Prozent auf 52.475,10 Punkte zu, während der S&P 500 um 0,28 Prozent auf 7.743,98 Zähler stieg. Der technologielastige Nasdaq verzeichnete einen Zuwachs von 0,55 Prozent auf 29.813,16 Punkte.
Besonders die Halbleiterbranche profitierte von starken Zahlen des südkoreanischen Unternehmens SK Hynix, was zu Kursgewinnen bei US-Werten wie Micron Technology führte. Auch der Anbieter digitaler Infrastruktur, Vertiv Holdings, verzeichnete nach einer angehobenen Jahresprognose einen Kurssprung um 16,5 Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Medizintechnikkonzern Boston Scientific einen Rückgang von 5,8 Prozent nach einer gesenkten Gewinnprognose. Die Aktien von Alphabet und Amazon konnten sich im Bereich der Technologiewerte im Plus behaupten.
SK Hynix meldet Rekordzahlen
Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller SK Hynix hat für das dritte Quartal Rekordzahlen gemeldet und übertraf damit die Erwartungen von Analysten deutlich. Der Umsatz stieg auf 104,6 Billionen Won, was einer Steigerung von über 300 Prozent im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Das operative Ergebnis belief sich auf 83,3 Billionen Won und lag damit über den Prognosen von Experten, die zwischen 76,7 und 81,67 Billionen Won gerechnet hatten.
Getrieben wird das Wachstum durch die hohe Nachfrage nach Hochleistungsspeicherchips (HBM) für Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Nachfrage nach Speicherchips das Angebot bis zum Jahr 2030 übersteigen wird. Die Kapazitäten für DRAM und HBM sind laut Management bis 2029 praktisch ausverkauft. Langfristige Verträge mit 14 Schlüsselkunden sichern bereits mehr als die Hälfte der Kapazitäten für die Jahre 2027 und 2028 ab. Infolge der positiven Zahlen verzeichnete die Aktie an den Börsen deutliche Kursgewinne.
Visa verzeichnet Rekordumsatz und Gewinne
Der US-Zahlungsdienstleister Visa hat für das Geschäftsjahr 2025/26 Rekordwerte verzeichnet. Wie das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte, stieg der Erlös im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 46 Milliarden US-Dollar. Damit erzielte der Kreditkartenanbieter das stärkste Wachstum ohne Berücksichtigung von Übernahmen oder der Nach-Corona-Erholung seit 15 Jahren. Auch der Gewinn legte unter dem Strich um 17 Prozent auf 23,5 Milliarden Dollar zu. Die Quartalsdividende soll um 16 Prozent auf 0,78 Dollar steigen.
Trotz der positiven Geschäftszahlen gab die Visa-Aktie im nachbörslichen Handel nach. Die Werte der Aktie fielen im US-Geschäft um mehr als ein Prozent. Die Umsatz- und Ergebnisdaten entsprachen dabei weitgehend den Erwartungen von Experten. Im vierten Quartal bis Ende September stieg der Nettoumsatz laut Unternehmensangaben um 13 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Umsatz- und Gewinnwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.