Kritische PHP-Sicherheitsluecken entdeckt
Das PHP-Sicherheitsteam sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben vor zwei kritischen Schwachstellen in der Programmiersprache PHP gewarnt, die eine vollständige Kontrolle über betroffene Webserver ermöglichen können. Die Sicherheitslücken, die unter den Bezeichnungen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 bekannt sind, erlauben es Angreifern, Schadcode aus der Ferne auszuführen. Ein Sicherheitsupdate wird für den 21. Oktober 2026 gegen 16:00 Uhr deutscher Zeit erwartet. Die Patches werden als Point-Releases für die PHP-Zweige 8.2.x bis 8.5.x bereitgestellt, während Versionen von PHP 8.1 und älter keinen Patch erhalten werden. Aufgrund der hohen Gefahr einer großflächigen Ausnutzung haben bereits einige Institutionen, darunter die Stadt Mainz, Webdienste vorsorglich abgeschaltet. IT-Verantwortliche werden dringend dazu aufgerufen, die Updates nach deren Veröffentlichung umgehend durch ihre Hosting-Anbieter einspielen zu lassen und die Server verstärkt auf Auffälligkeiten zu überwachen.
Gefälschte Apps im Google Play Store entdeckt
Im Google Play Store wurden gefälschte Anwendungen entdeckt, die sich als bekannte Dienste ausgaben und bereits hohe Downloadzahlen verzeichneten. Eine WhatsApp-Fälschung, die unter dem Entwicklernamen „Agment Assets sallu“ veröffentlicht wurde, erreichte rund 500.000 Downloads. Die App nutzte das originale Logo sowie identische Namen und Beschreibungen, um Nutzer zu täuschen. Da die Anwendung über das Google-Early-Access-Programm lief, waren öffentliche Nutzerbewertungen deaktiviert, was eine Warnung durch andere Anwender verhinderte. Zudem wurde die Fälschung durch bezahlte Werbung in den Suchergebnissen prominent platziert. Parallel dazu wurde eine gefälschte Version des Google Chrome-Browsers identifiziert, die über 100.000 Downloads erzielte. Diese App wurde ursprünglich unter dem Titel „Ball Bounce“ veröffentlicht und erst später mit dem Chrome-Logo aktualisiert. In beiden Fällen konnten die Anwendungen durch die Überprüfung des Entwicklernamens entlarvt werden. Google hat die WhatsApp-Fälschung mittlerweile aus dem Store entfernt. Die genauen Absichten der Hintermänner sowie die mögliche Gefahr durch Schadsoftware sind derzeit noch ungeklärt.
Graustufen-Modus senkt Bildschirmzeit
Um die tägliche Bildschirmzeit zu senken, empfehlen die Stiftung Warentest und die Neurowissenschaftlerin Dr. Sahar Youlef von der University of California, Berkeley, die Umstellung des Smartphone-Displays auf den Graustufen-Modus. Untersuchungen zeigen, dass die Nutzung mobiler Endgeräte durch das Deaktivieren der Farben spürbar zurückgeht. In Laborexperimenten reduzierte die Umstellung die Handynutzung bei Berufstätigen um durchschnittlich eine Stunde pro Tag. Der Effekt beruht darauf, dass App-Entwickler gezielt visuelle Reize einsetzen, um die Aufmerksamkeit zu binden; ohne Farbgebung verliere das Display seine neurobiologische Anziehungskraft.
Die technische Umsetzung ist auf gängigen Betriebssystemen möglich. Bei Apple-iPhones lässt sich der Farbfilter unter den Bedienungshilfen aktivieren. Bei Android-Geräten findet sich die Option häufig unter den Einstellungen für Sichtverbesserungen oder Farbkorrektur. Ergänzend raten Experten dazu, App-Benachrichtigungen zu deaktivieren und Fokus-Modi zu nutzen. Zudem können spezialisierte Apps oder minimalistische Geräte, die weniger Ablenkung bieten, zur Reduzierung der digitalen Reize beitragen.