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Nachrichten vom: Mittwoch, 15. Juli 2026, 18:00

Hohe Übersterblichkeit durch Hitzewelle

In Deutschland kam es während der Hitzewelle Ende Juni zu einer signifikanten Übersterblichkeit. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes starben in der Woche vom 22. bis 28. Juni etwa 23.900 Menschen, was einer Steigerung von 32 Prozent gegenüber dem Vergleichswert der Vorjahre entspricht. In diesem Zeitraum gab es etwa 7.100 mehr Todesfälle als üblich. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle in Deutschland bis Ende Juni auf rund 5.120, wobei allein in der besagten Woche mehr als 4.300 Todesfälle auf die Hitze zurückzuführen waren. Die Berechnung dieser Zahlen basiert auf statistischen Modellen zur Übersterblichkeit, da Hitze selten als direkte Todesursache angegeben wird. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind vorläufig und können durch Nachmeldungen variieren. Die extremen Temperaturen, die punktuell über 41 Grad erreichten, führten zu einer erheblichen gesundheitlichen Belastung, insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Vorerkontraktionen.

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Rechtsextremistin nach Deutschland ausgeliefert

Die verurteilte Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich wurde aus Tschechien nach Deutschland ausgeliefert und in das Frauengefängnis in Chemnitz gebracht. Die tschechische Polizei bestätigte die Grenzüberquerung des Gefangenentransports, woraufhin die deutsche Staatsanwaltschaft Halle den Erhalt der 55-Jährigen bestätigte. Laut Oberstaatsanwalt Dennis Cernota zeigte sich Liebich bei der Ankunft kooperativ, und es gab keine besonderen Vorkommnisse. Die Anstaltsleitung muss nun entscheiden, ob Liebich in der Einrichtung verbleibt oder in eine andere Anstalt verlegt wird. Zuvor hatte das Landgericht Pilsen die Auslieferung angeordnet, woraufhin das Oberlandesgericht in Prag die Beschwerden gegen diesen Beschluss abwies. Liebich war im April aufgrund eines europäischen Haftbefehls in Tschechien festgenommen worden. In Deutschland ist sie wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren ohne Bewährung verurteilt worden. Nach der Verurteilung im Juli 2023 hatte sie ihren Geschlechtseintrag von männlich auf weiblich geändert.

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Waldbrand im Mueritz-Nationalpark breitet sich aus

Ein Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern hat sich weiter ausgebreitet. Nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte sind mittlerweile zwischen 150 und 160 Hektar Wald betroffen. Aufgrund einer Winddrehung und auffrischendem Wind mussten die Orte Granzin und Granziner Mühle am Dienstagabend erneut evakuiert werden. Die Feuerfront befand sich zuletzt etwa 1,4 Kilometer von Granzin entfernt. Die Löscharbeiten werden durch Munitionsbelastungen im Boden erschwert, weshalb die Einsatzkräfte einen Sicherheitsabstand von 1.000 Metern einhalten müssen. Um die Ausbreitung zu verhindern, hat der Landkreis bundesweit nach sogenannten Kreisregnern gefragt. Die Feuerwehr rechnet mit einem tagelangen Einsatz; auf Regen wird frühestens am Donnerstag oder Freitag gewartet. Für Evakuierte steht das Bürgerzentrum in Peckatel als Notunterkunft zur Verfügung. Die Behörden warnen davor, das Gebiet zu betreten, und halten Anwohner aufgrund der Rauchentwicklung dazu an, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

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