Die wichtigsten Nachrichten des Tages.
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Orban blockiert EU-Kredit für Ukraine

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán blockiert weiterhin ein EU-Darlehen für die Ukraine, da er Konzessionen erst fordert, wenn wieder russisches Öl in sein Land fließt. Hintergrund ist der Schaden an der Druschba-Pipeline, durch den das Transportrohr nach Angriffen im Januar vorübergehend stillgelegt wurde. Orbán wirft der Ukraine vor, die Reparatur bewusst zu verzögern, und verknüpft die Zahlung des 90-Milliarden-Euro-Kredits damit, dass russisches Öl wieder ankommt. Bundeskanzler Friedrich Merz forderte in Brüssel von ihm Loyalität, während EU-Ratspräsident António Costa das Verhalten als inakzeptabel bezeichnete. Auch finnische Regierungschefin Petteri Orpo kritisierte den ungarischen Premier, der die Ukraine als Waffe im Wahlkampf nutze. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zeigte sich skeptisch, ob eine Lösung auf dem Gipfel gefunden werde, und erinnerte an ein Angebot Kroatiens zur Ölversorgung. Zwar hatte das Gremium im Dezember einstimmig geeinigt, doch Orbán beharrt darauf, dass sein Land nicht allein zahlen müsse. Die Frage der Finanzierung bleibt unklar, während die Ukraine bis Anfang Mai auf die Inbetriebnahme der Pipeline hofft. Sollte Ungarn seine Meinung nicht ändern, plant die EU einen Plan B, um die verbleibende Lücke zu schließen.

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Trump droht Iran mit Gasfeld-Sprengung

US-Präsident Donald Trump hat zugesichert, dass Israel das im Persischen Golf gelegene Erdgasfeld „South Pars" nicht erneut angreifen wird, nannte die Anlage jedoch wertvoll und wichtig. Die Regierung in Washington habe demnach von der israelischen Vorab-Attacke zunächst nichts gewusst. Der Präsident legte nun Bedingungen für eine militärische Deeskalation fest: Der jetzige Verzicht Israels gelte nur, solange der Iran von weiteren Angriffen auf die Flüssiggasanlagen Katars absehe. Sollte Teheran unklugerweise weiter vorgehen, drohte Trump mit einer Sprengung des Feldes durch die US-Armee, die er als massiven Schlag bezeichnete. Hintergrund ist eine Eskalation, bei der Israel nach eigenen Angaben aus Wut auf iranische Gegenangriffe handelte und daraufhin iranische Förderanlagen beschädigte. Der Iran reagierte verhalten und bezeichnete die Angriffe seinerseits als Schritt zur Destabilisierung der Region. Katar meldete schwere Schäden an seinen für den Weltmarkt bedeutenden Anlagen im Industriegebiet Ras Laffan, die jedoch bereits unter Kontrolle gebracht worden seien. Die Ölpreise legten angesichts der zugespitzten Lage im Nahen Osten deutlich zu und kosteten ein Barrel der Nordseesorte Brent mehr als 119 Dollar. Zwischenzeitlich fehlen dem Weltmarkt rund 20 Prozent des Angebots, da Katar die Produktion teilweise eingestellt hatte. Das Gasfeld bildet zusammen mit dem Nordfeld North Dome die größte bekannte Gasreserve der Welt.

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Warnstreiks im Nahverkehr wieder

Wiederholt treten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr in mehreren deutschen Bundesländern auf und beeinträchtigen Pendler erheblich. Betroffen sind vor allem Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt, wo die Gewerkschaft ver.di den Arbeitskampf auslöst. In Hamburg bleiben U-Bahntore zu und Busse parken im Depot, während in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Betriebshöfe gestreikt werden. Auch in München und Bayern sowie in Sachsen-Anhalt fallen Busse und Stadtbahnen aus, doch die Deutsche Bahn mit ihren Regionalzügen bleibt weitgehend verschont. Die Streiks resultieren aus festgefahrenen Tarifverhandlungen, bei denen es um bessere Arbeitsbedingungen und teilweise höhere Löhne geht. In Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wurden bereits Einigungen erzielt, während Niedersachsen bis Ende März eine Friedenspflicht genießt. Ab kommendem Dienstag soll in Nordrhein-Westfalen zumindest für die laufende Verhandlungsrunde eine Streikpause eintreten. Die Tarifgespräche sind dabei für drei Tage angesetzt, was die Gewerkschaft als strategische Pause nutzt. Wer auf Bus und Bahn angewiesen ist, muss sich vor Ort über konkrete Ausfälle erkundigen, da je nach Standort ganze Streckennetze betroffen sein können. Kurzfristige Änderungen bleiben auch bei den Partnerunternehmen der VGN in Baden-Württemberg möglich.

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