Wall Street durch Ölpreise belastet
An der Wall Street sorgten am Donnerstag steigende Ölpreise und Sorgen über die Rentabilität von KI-Investitionen für eine geschwächte Stimmung. Der Nasdaq verzeichnete einen deutlichen Rückgang, wobei der Nasdaq 100 um 2,9 Prozent auf 28.958,69 Zähler fiel und damit seinen tiefsten Stand seit Mitte September erreichte. Auch der S&P 500 sank um 1,21 Prozent auf 7.663,43 Punkte. Der Dow Jones Industrial schloss hingegen mit einem minimalen Plus von 0,02 Prozent bei 52.867,98 Punkten.
Die Preise für Rohöl der Sorten Brent und WTI stiegen um jeweils mehr als drei Prozent auf knapp 117 beziehungsweise 103 Dollar pro Fass, was Inflationssorgen und Unsicherheiten bezüglich der Geldpolitik verstärkte. Im Technologiesektor belasteten insbesondere die Investitionspläne von Meta die Kurse, da Anleger auf Nachweise für höhere Renditen aus dem Ausbau der KI-Infrastruktur drängen. Zudem gab es einen breiten Abverkauf bei Chipaktien wie Nvidia, Micron und Broadcom. Die Aktien von T-Mobile US, AT&T und Verizon verloren infolge Berichten über einen möglichen Einstieg von SpaceX in den US-Mobilfunkmarkt ebenfalls deutlich.
Siemens Energy Aktie erreicht 6-Monats-Tief
Die Aktie des Münchner Energietechnikkonzerns Siemens Energy verzeichnete am Freitag, den 23. Oktober 2026, einen deutlichen Kursrückgang. Im Xetra-Handel schloss der Wert mit 118,00 Euro, was einem Minus von 3,44 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelsschluss von 122,20 Euro entspricht. Damit platzierte sich das Unternehmen im unteren Drittel des DAX. Der Kurs erreichte im Zuge der Abwärtsbewegung ein neues 6-Monats-Tief. Der aktuelle Wert liegt zudem rund 38 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 191,66 Euro. Während der Börsenwert des Konzerns bei 103,97 Milliarden Euro liegt, weist die Aktie seit Ende August 2026 einen langfristigen Abwärtstrend auf. Am Handelstag wurden insgesamt 2.356.831 Aktien gehandelt, was einen Rückgang gegenüber dem vorangegangenen Handelstag mit 3.529.401 gehandelten Wertpapieren bedeutet.
Neues Altersvorsorgedepot ersetzt Riester-Rente
Das neue Altersvorsorgedepot wird zum 1. Januar 2027 die bisherige Riester-Rente als staatlich gefördertes Modell der privaten Altersvorsorge ablösen. Ziel der Reform ist es, durch flexiblere und renditestärkere Optionen die private Vorsorge zu verbessern. Bei der Auszahlungsphase können Versicherte zwischen einer lebenslangen Leibrente oder einem befristeten Auszahlungsplan wählen, der mindestens bis zum 85. Lebensjahr läuft. Zudem ist zu Beginn der Auszahlungsphase eine einmalige Entnahme von bis zu 30 Prozent des angesparten Vermögens möglich. Bestehende Riester-Verträge sollten bei einem Wechsel nicht gekündigt, sondern umgestellt werden, um den Verlust bereits angesammelter Fördergelder zu vermeiden. Die staatliche Förderung im neuen Modell ist unabhängig vom Einkommen und richtet sich nach der Höhe der Einzahlungen. Für rentenversicherungspflichtige Zulagenberechtigte, wie etwa Beamte, ist für den Erhalt der Förderung ein Datenaustausch zwischen der Bezügestelle und der Zentralen Zulagesstelle für Altersvermögen erforderlich.