Massive Proteste und Ausschreitungen in Frankreich
In Frankreich kam es am 24. Oktober 2026 zu landesweiten Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem, an denen nach Angaben des Innenministeriums rund 410.000 Menschen teilnahmen. Gewerkschaften bezifferten die Zahl der Demonstranten auf etwa 800.000. Während die Kundgebungen zunächst friedlich verliefen, kam es am späten Nachmittag und Abend in mehreren Städten zu Ausschreitungen.
In Paris, Lyon, Bordeaux und Marseille kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, wobei die Polizei Tränengas und Wasserwerfer einsetzte. Auch in Städten wie Toulouse, Grenoble, Lille, Nizza und Rennes gab es polizeiliche Einsätze. In Toulouse wurden zwei Menschen schwer verletzt. Laut Innenminister Laurent Nuñez wurden landesweit fast 1.000 Personen festgenommen. Der Minister machte die „extreme Linke“ für ein extrem erhöhtes Maß an Gewalt verantwortlich. Zur Vermeidung von Plünderungen wurden Sicherheitsvorkehrungen sowie in einigen Zonen Ausgangssperren und Versammlungsverbote verhängt.
Abgeordnete nach gezieltem Angriff schwer verletzt
Nach einem gezielten Angriff mit einem Fahrzeug in der australischen Stadt Wangaratta musste der 65-jährigen Abgeordneten Helen Haines nach schweren Verletzungen das zweite Bein amputiert werden. Der Ehemann der parteilosen Politikerin bestätigte, dass nach der Amputation des linken Beins am Montag nun auch das rechte Bein operativ entfernt werden musste. Der Zustand der Frau sei inzwischen stabil. Der 43-jährige Fahrer eines Toyota Land Cruiser, der Haines am Montagnachmittag in der Nähe ihres Büros angefahren hatte, befindet sich in Untersuchungshaft. Gegen den Mann wurde Anklage erhoben; die Polizei stellte zudem ein Messer in seinem Fahrzeug sicher. Premierminister Anthony Albanese bezeichnete den Vorfall als gezielten Angriff und nicht als Unfall. Parallel zu diesem Fall wurde berichtet, dass die Ministerin Hannah Beazley in einem Vorort von Perth bedroht wurde, nachdem ein Mann mit Nunchucks ihr Wahlkreisbüro betreten hatte. Die Ermittlungen zum Motiv des ersten Angriffs dauern an.
Merz fordert EU-Erweiterung auf Westbalkan
Beim Westbalkan-Gipfel in Montenegro hat Bundeskanzler Friedrich Merz für eine entschlossene EU-Erweiterung geworben. Er warnte davor, dass die Region zum Schauplatz eines Machtkampfes zwischen der Europäischen Union, China und Russland werden dürfe. Merz betonte, dass der Weg der sechs Staaten – Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien – unumkehrbar in die EU führen müsse, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten.
Montenegro gilt dabei als Spitzenreiter des Prozesses; der Ministerpräsident Milojko Spajic strebt einen Beitritt bis 2028 an. Während die EU-Kommission voraussichtlich einen Zeitplan für künftige Schritte veröffentlicht, wird über eine stufenweise Integration in den Binnenmarkt diskutiert, um Reformanreize zu schaffen. Während Nordmazedonien und Albanien als aussichtsreich gelten, erschweren politische Konflikte zwischen Serbien und dem Kosovo sowie die Instabilität in Bosnien-Herzegowina den Fortschritt. Der im Jahr 2014 initiierte Berliner Prozess soll die regionale Zusammenarbeit fördern und den Einfluss externer Mächte begrenzen.