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Nachrichten vom: Donnerstag, 3. September 2026, 7:00

Bundeskabinett beschliesst Einkommensteuerreform

Das Bundeskabinett hat den Entwurf für eine Einkommensteuerreform beschlossen, die vor allem Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen sowie Familien entlasten soll. Die Reform, die ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten und 2028 ihre volle Wirkung entfalten soll, umfasst ein jährliches Entlastungsvolumen von rund zehn Milliarden Euro. Kernpunkte der Neuregelung sind die schrittweise Ausweitung des Grundfrebetrags von derzeit 12.348 Euro auf 12.900 Euro im Jahr 2028 sowie die Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags auf 1.430 Euro. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent soll künftig erst ab einem Einkommen von 70.600 Euro greifen. Zudem wird die sogenannte Reichensteuer aufgesplittet: Ein Steuersatz von 45 Prozent gilt künftig ab 250.000 Euro, während eine „Superreichensteuer“ von 47 Prozent bei Einkommen ab 280.000 Euro einsetzt. Auch das Kindergeld und der Kinderfreibetrag werden gestaffelt angehoben. Trotz der geplanten Entlastungen gibt es Kritik, unter anderem am fehlenden Ausgleich der kalten Progression.

Politische Ausrichtung der Quellen: Eher links der Mitte

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Warnstreik in deutschen Seehaefen begonnen

Mit Beginn der Nachtschicht am Mittwochabend hat in den deutschen Seehäfen Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven, Emden und Brake ein 48-stündiger Warnstreik begonnen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten in rund 11.000 Arbeitsplätzen zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, nachdem die Arbeitnehmer das jüngste Angebot der Arbeitgeberseite in einer Befragung mit großer Mehrheit abgelehnt hatten. Im Zentrum des Tarifkonflikts steht die Forderung nach einer Lohnsteigerung von 8,2 Prozent bei einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten sowie einer Erhöhung des Stundensatzes um mindestens 2,50 Euro. Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hatte hingegen eine Erhöhung von 5,1 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten sowie eine Steigerung des Stundensatzes um mindestens 1,20 Euro angeboten. Die Arbeitgeberseite reagierte mit Unverständnis auf den Streikaufruf und warnte, dass Forderungen jenseits der wirtschaftlichen Grenzen die Zukunftsfähigkeit der Betriebe und die Arbeitsplätze gefährden könnten. Betroffen sind unter anderem die Containerterminals Altenwerder, Burchardkai, Tollerort und Eurogate.

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Ermittlungen wegen Sabotage an Umspannwerken

Nach Sabotageakten an zwei Umspannwerken in Südbrandenburg und Nordrhein-Westfalen ermitteln die Behörden wegen verfassungsfeindlicher Sabotage. In der Nähe des Umspannwerks Turnow-Preilack bei Jänschwalde wurden mehr als ein Dutzend raketenähnliche Gegenstände mit Treibsätzen entdeckt. Die Täter hatten die Vorrichtungen offenbar bereits vor Tagen installiert, um durch die Erzeugung von Kurzschlüssen die Stromversorgung zu unterbrechen. Ein Treibsatz führte zu einer spontanen Abschaltung eines Blocks im Kraftwerk Jänschwalde, die allgemeine Versorgung blieb jedoch stabil. Parallel dazu wurden in Bergheim bei Köln sechs Abschussvorrichtungen gefunden, die pyrotechnische Gegenstände nutzen sollten, um einen Draht über die Oberleitungen zu transportieren und eine Erdung zu verursachen. Auch hier kam es zu Kurzschlüssen in Kraftwerksblöcken, ohne dass die Stromversorgung unterbrochen wurde. Die Ermittler prüfen derzeit die Richtungen Linksextremismus sowie fremdstaatlich gelenkte Sabotage und vernetzen die polizeilichen Dienststellen der beteiligten Bundesländer.

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