US-Zwischenwahlen sorgen für Unsicherheit
Die bevorstehenden US-Zwischenwahlen sorgen in Brüssel für große Unsicherheit, da ein mögliches Ergebnis der Demokraten Befürchtungen vor einer Eskalation der transatlantischen Spannungen schürt. Experten und EU-Politiker warnen, dass US-Präsident Donald Trump nach einer Wahlniederlage im Kongress seine Außenpolitik als Instrument zur Kompensation innenpolitischer Machtverluste nutzen könnte.
Besonders im Bereich der Handelspolitik besteht die Sorge vor einer Wiederbelebung von Zollkonflikten, die etwa europäische Maschinen und Medikamente betreffen könnten. Auch in der Sicherheitsarchitektur drohen Veränderungen: Es werden weitere Reduzierungen der US-Truppenpräsenz in Europa befürchtet, die die NATO-Garantien untergraben könnten. Zudem besteht die Gefahr, dass die USA die militärische Unterstützung für die Ukraine einschränken oder finanzielle Lasten verstärkt auf die europäischen Verbündeten übertragen. Da die US-Außenpolitik weitgehend in der Hand des Präsidenten liegt, könnten auch neue Spannungen im Nahen Osten die Energiepreise in Europa beeinflussen. Die EU bereitet sich daher auf eine Phase erhöhter politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen vor.
Cyberangriff auf Edeka-Markt in Lilienthal
In einem Edeka-Markt im Ortsteil Heidberg in Lilienthal kam es in der Nacht zu Montag zu einem Ausfall von Kühlhäusern, Tiefkühltruhen und Bedientheken. Infolge eines mutmaßlichen Cyberangriffs stiegen die Temperaturen in den Kühlhäusern auf 30 Grad Celsius an, während in der Frische-Theke Werte von über 70 Grad gemessen wurden. Ein Warenwert von mindestens 63.000 Euro musste entsorgt werden. Die Polizei ermittelt im Bereich Cybercrime.
Der Vorfall ist Teil einer europaweiten Welle von Angriffen auf Kühlsysteme in Supermärkten, von der auch Länder wie Belgien, Estland, Finnland, Italien, Irland, Luxemburg, die Niederlande und Portugal betroffen sind. In Deutschland wurden zudem Fälle in Bayern und Nordrhein-Westfalen gemeldet. Experten weisen darauf hin, dass ungesicherte, direkt mit dem Internet verbundene Steuerungsanlagen und Standardpasswörter Sicherheitslücken bieten. Die EU-Kommission berief ein Krisentreffen ein, um die gezielten Versuche zur Störung der Lebensmittelversorgung zu thematisieren, wobei die Versorgungssicherheit derzeit nicht gefährdet ist.
Gefahr durch manipulierte Halloween-Süssigkeiten
In Deutschland und Teilen Europas häufen sich Berichte über in Halloween-Süßigkeiten präparierte spitze Gegenstände wie Nadeln, Nägel, Stecknadeln oder Drähte. Bundesweit wurden in mehr als 50 Fällen manipulierte Schokoriegel, Kaubonbons, Weingummis oder Waffelschnitten entdeckt, wobei die Polizei in zahlreichen Bundesländern, darunter Niedersachsen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Bremen, ermittelt. In mehreren Fällen wurden Kinder durch die Fremdkörper im Mundbereich verletzt. Die Ermittlungen der Polizei laufen zumeist wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung. Die Herkunft der Manipulationen sowie ein möglicher Zusammenhang zwischen den Vorfällen sind bislang ungeklärt; auch ein Einfluss durch soziale Medien wird geprüft. Auch in Österreich wurden Funde von Nägeln gemeldet. Die Polizei rät Eltern, gesammelte Süßigkeiten sorgfältig auf Einstichstellen, Verformungen oder beschädigte Verpackungen zu kontrollieren und verdächtige Produkte nicht zu verzehren, sondern die Polizei zu informieren. Ein Produktionsfehler wird aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Produkte ausgeschlossen.