Verdacht auf Spionage beim BND
Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtdienstes (BND), August Hanning, und sein früherer Büroleiter Manfred D. wurden am Dienstag wegen des Verdachts auf Spionage und Landesverrat festgenommen. Laut Bundesanwaltschaft soll Manfred D., der bis März 2026 als Büroleiter beim BND tätig war, rund 2000 geheimhaltungsbedürftige Dokumente an Hanning weitergegeben haben. Es besteht der Verdacht, dass Hanning diese Informationen nutzte, um Analysen für einen ausländischen Geheimdienst zu erstellen, wobei Berichten zufolge ein Zusammenhang mit einem aserbaidschanischen Geheimdienstdienstmann vermutet wird.
Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Marc Henrichmann, bezeichnete die Vorwürfe als eine Erschütterung der Grundfesten des Dienstes. Internationale Partner, darunter britische und US-amerikanische Geheimdienste, prüfen derzeit, ob durch das mutmaßliche Leck eigene Informationen oder Agenten kompromittiert wurden. Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zur genauen Tragweite des Vorgangs dauern an.
Israel und Deutschland thematisieren Sicherheitslage
Zum dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 haben die israelische Regierung und die deutsche Bundesregierung die Sicherheitslage sowie die Bekämpfung von Antisemitismus thematisiert. Israels Verteidigungsminister Israel Katz versetzte die Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft, da Geheimdiensterkenntnisse auf einen geplanten Angriff der Hamas auf israelische Truppen im Gazastreifen hindeuten. Katz drohte mit einem Gegenschlag „über alle Verhältnisse hinaus“, sollten Truppen getroffen werden.
In Deutschland bekräftigten Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul den Einsatz gegen Antisemitismus. Merz betonte, dass Deutschland fest an der Seite Israels stehe und sich für die Sicherheit des Staates sowie die Gründung eines palästinensischen Staates einsetze. Wadephul warnte vor einem Anstieg antisemitischer Vorfälle im Land. Der ursprüngliche Überfall am 7. Oktober 2023 forderte 1.221 Todesopfer und führte zur Verschleppung von 251 Geiseln. Der darauffolgende Krieg verursachte nach Angaben der Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Todesopfer. Trotz einer seit Oktober 2025 bestehenden Waffenruhe kommt es weiterhin zu Angriffen.
Forderungen nach Transparenz nach Laborantentod
Nach dem Tod einer 28-jährigen Laborantin des Instituts für Pestforschung in Irkutsk mehren sich die internationalen Forderungen nach Transparenz seitens der russischen Behörden. Während russische Medien über einen möglichen Tod durch Lungenpest spekulieren, gibt die zuständige Aufsichtsbehörde Rospotrebnadsor an, die Verstorbene sei an einer Lungenentzündung unbekannter Herkunft gestorben. Ein Zusammenhang mit ihrer Berufstätigkeit bestehe nicht.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter der Leitung von Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte einen vollständigen Informationsaustausch, um potenzielle Gesundheitsrisiken einschätzen zu können. Auch die USA drängten auf Offenheit; US-Präsident Donald Trump kündigte ein baldiges Telefonat mit Wladimir Putin an. Die US-Gesundheitsbehörde CDC verfolgt die Berichte über den Verdachtsfall aufmerksam. Während Berichte über Quarantänemaßnahmen für Kontaktpersonen im Raum stehen, erklärte Rospotrebnadsor, dass derzeit keine derartigen Entscheidungen getroffen worden seien und die Lage in der Region stabil sei. Die WHO stuft die Pestgefahr in der Region Irkutsk als moderat bis niedrig ein.