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Nachrichten vom: Samstag, 27. Juni 2026, 18:00

Neuer Temperaturrekord in Deutschland gemessen

In Deutschland wurde am Freitag mit 41,3 Grad in Saarbrücken-Burbach ein neuer Temperaturrekord gemessen, womit der bisherige Wert von 41,2 Grad aus dem Jahr 2019 überschritten wurde. Der Deutsche Wetterdienst warnt für fast alle Bundesländer vor extremer Hitze, wobei in mehreren Regionen bereits die 40-Grad-Marke geknackt wurde. Für das Wochenende werden Temperaturen von bis zu 42 Grad prognostiziert. Die extremen Temperaturen belasten die Infrastruktur und die öffentliche Sicherheit. Die Deutsche Bahn rät aufgrund der Hitze von nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr ab. In Köln arbeitet der Rettungsdienst an der Kapazitätsgrenze; allein in 24 Stunden wurden sieben Menschen mit lebensbedrohlicher Überhitzung aufgefunden. Zudem sind elf Autobahnen von Hitzeschäden betroffen. Während im Nordwesten Gewitter und die Gefahr von Superzellen sowie Starkregen bestehen, bleibt es in anderen Teilen des Landes weiterhin drückend heiß. Eine Studie der Gruppe „World Weather Attribution“ zeigt zudem, dass die Temperaturen in Deutschland und Teilen Europas deutlich über dem saisonalen Durchschnitt liegen.

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Gutachten sieht AfD als verfassungswidrig

Ein neues, umfangreiches Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) kommt zu dem Ergebnis, dass die AfD verfassungswidrig ist und ein Verbotsantrag vor dem Bundesverfassungsgericht hohe Erfolgschancen hätte. Die Experten begründen dies mit systematischen Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie. Das Gutachten legt dar, dass die Partei durch Forderungen nach Verboten von Kopftüchern sowie Muezzinrufen und die Ausgrenzung von Menschen mit Migrationshintergrund die Rechtsgleichheit verletze. Zudem werden über 220 Belege angeführt, wonach die AfD beabsichtige, politische Gegner strafrechtlich zu verfolgen, was das Demokratieprinzip gefährde. Während Vertreter der SPD, der Grünen und der Linken ein Verfahren befürworten, zeigt sich die Union gespalten. Bundeskanzler Friedrich Merz äußert sich skeptisch und sieht in einem Verfahren eine mögliche politische Konkurrentenbeseitigung. Ein politischer Wille zur Einleitung eines Verfahrens durch die Bundesregierung sei derzeit nicht erkennbar, obwohl Teile der Union den Antrag unterstützen.

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Extreme Hitze und Unwetterwarnung im Norden

In Norddeutschland herrscht extreme Hitze, wobei in Wolfsburg Temperaturen von 40 Grad gemessen wurden. Der Deutsche Wetterdienst warnt für fast den gesamten Norden vor anhaltender Hitze bis Sonntagabend. In Hamburg erreichten die Werte bereits 36 Grad, während in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls hohe Temperaturen zwischen 29 und 39 Grad erwartet werden. Ab dem Nachmittag drohen Unwetter mit Hitzegewittern, Starkregen und schweren Sturmböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde, die sich in der Nacht zu teils orkanartigen Böen von 120 Kilometern pro Stunde steigern können. Die Hitze belastet die Infrastruktur und die Gesundheit: In Hamburg sind die Rettungseinsätze der Feuerwehr sowie die Notaufnahmen der Asklepios-Kliniken aufgrund von Kreislaufproblemen und Dehydrierung erhöht. Zahlreiche Veranstaltungen, darunter der Hamburger Halbmarathon und die Parade der „Harley Days“, wurden abgesagt oder verschoben. Zudem steigt die Waldbrandgefahr in der Region. An den Küsten ist eine Abkühlung durch das warme Meerwasser nur bedingt möglich.

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