Koalitionsverhandlungen in Berlin begonnen
In Berlin haben die Parteien Linke, Grüne und SPD am Montag mit den Koalitionsverhandlungen begonnen. Nachdem die Linke am Wochenende auf ihrem Parteitag für die Gespräche gestimmt hatte, treffen sich nun Vertreter der drei Parteien im Abgeordnetenhaus, um ein Bündnis zu formen. Ziel ist es, die Verhandlungen bis vor Weihnachten abzuschließen, woraufhin die Mitglieder über den Vertrag entscheiden sollen. Die Verhandlungen werden in einer Dachgruppe sowie in 14 Facharbeitsgruppen zu Themen wie Haushalt, Inneres und Wirtschaft geführt.
Das Vorhaben stößt auf erheblichen Widerstand. CDU-Innenpolitiker Alexander Throm kritisierte die geplante Koalition als „unverantwortlich“ und wies auf die Notwendigkeit von Polizeischutz für die Linkspartei-Spitzenkandidatin Elif Eralp hin. Auch innerhalb der SPD sowie von Seiten der CDU und der Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey gibt es deutliche Vorbehalte gegen ein rot-grün-rotes Bündnis. Ein zentraler Streitpunkt bleibt zudem die Position der Abgeordneten Vanessa Emde innerhalb der Linksfraktion.
Rechtsextremer Brandanschlag verhindert
Die Polizei in Niedersachsen und Schleswig-Holstein hat einen mutmaßlich rechtsextremen Brandanschlag auf eine Geflüchteten-Unterkunft in Winsen (Luhe) verhindert. Im Zentrum der Ermittlungen stehen zwei junge Männer im Alter von 15 und 19 Jahren. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft Lüneburg und Flensburg besteht der Verdacht auf die Vorbereitung einer terroristischen Straftat sowie auf eine Verabredung zur Brandstiftung.
Im Rahmen von Durchsuchungen am Donnerstag wurden die Wohnungen eines 19-Jährigen in Winsen und eines 15-Jährigen bei Bad Segeberg durchsucht und Mobiltelefone beschlagnahmt. Der 15-Jährige, der als Marcello P. identifiziert wird, wurde am Freitagabend in Wahlstedt aufgegriffen, nachdem er mit einem Benzinkanister unterwegs war. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. Chatnachrichten aus einer WhatsApp-Gruppe namens „Terror 18“ enthalten konkrete Pläne für den Anschlag sowie Gewaltphantasien. Ein Beteiligter soll bereits zuvor eine Scheibe der Unterkunft mit einem Stein beschädigt haben.
Anthropic verbietet Nachbau von Videospielen
Der KI-Anbieter Anthropic hat die Nutzungsrichtlinien für seine Modelle Claude Code und Claude Opus 5.5 angepasst, um den Nachbau existierender Videospiele zu untersagen. Eine Änderung im Systemprompt verbietet die Rekonstruktion spezifischer, bereits veröffentlichter Spiele, selbst wenn diese unter einem neuen Namen erscheinen sollen. Ziel dieser Maßnahme ist der Schutz geistigen Eigentums und die Vermeidung von Urheberrechtsverletzungen. Die Entwicklung eigenständiger Spiele sowie die Nutzung eigener Designs und Materialien bleiben weiterhin erlaubt.
Die neuen Beschränkungen führen jedoch zu Problemen bei legitimen Entwicklungsprojekten, da die Filter offenbar auch unbedenkliche Tätigkeiten blockieren. Berichten zufolge verweigert die KI Aufgaben wie Debugging, Game-Modding, die Analyse von Abstürzen oder Reverse Engineering. Anthropic-Mitarbeiter Addy Osmani bestätigte die Einführung der Regeln und kündigte an, die Mechanismen weiter zu verfeinern, um ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz von Urheberrechten und der Unterstützung rechtmäßiger Entwicklungsarbeit zu finden.