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Nachrichten vom: Samstag, 11. Juli 2026, 18:00

Kai Wegner zieht sich zurück

Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner hat seinen Rückzug für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September bekannt gegeben. Am Freitagmittag erklärte der Regierende Bürgermeister auf einer Pressekonferenz, nicht mehr als Spitzenkandidat und Landesvorsitzender antreten zu wollen, da er politische Botschaften nicht mehr effektiv vermitteln könne. Hintergrund ist die Aufdeckung, dass Wegner im Zusammenhang mit einem Stromausfall am 3. Januar falsche Angaben zu seinen Telefonaten mit Krisenstäben gemacht hatte. In einer Krisensitzung der CDU-Kreisvorsitzenden am Freitagabend einigte sich die Partei auf Stefan Evers als neuen Spitzenkandidaten. Evers, der derzeit als Finanzsenator und Kultursenator fungiert, erklärte die Bereitschaft, die Verantwortung sowie kommissarisch den Landesvorsitz zu übernehmen. Die endgültige Entscheidung über die Nominierung obliegt dem Landesvorstand. Wegner wird im Amt des Regierenden Bürgermeisters bis zur Wahl eines neuen Senats verbleiben, wird jedoch im künftigen Senat kein Senatoramt übernehmen.

Politische Ausrichtung der Quellen: Eher links der Mitte

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Quellen

Geiselnahme in Berliner Supermarkt beendet

Nach einer rund elfstündigen Geiselnahme in einem Supermarkt im Berliner Ortsteil Marienfelde konnte die Polizei am Samstagvormittag den Täter überwältigen und die Geisel befreiend aus dem Gebäude führen. Der Einsatz, der am Freitagabend gegen 22 Uhr begann, endete gegen 9:20 Uhr durch einen Zugriff schwer bewaffneter Spezialeinsatzkräfte. Der Täter konnte mithilfe eines Tasers außer Gefecht gesetzt werden. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann eine Frau in seine Gewalt gebracht und bedroht. Die Geisel erlitt einen Schock, blieb jedoch nach ersten Erkenntnissen unverletzt und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter wurde leicht verletzt ebenfalls medizinisch versorgt. Während des Einsatzes stellte der Mann unterschiedliche Forderungen. Ein Mitarbeiter des Marktes berichtete, dass der Mann ein großes Messer gezogen hatte. Für die Anwohner bestand laut Polizei keine Gefahr. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin zur Tat sowie die Sicherung von Spuren durch das Landeskriminalamt sind eingeleitet.

Politische Ausrichtung der Quellen: Eher rechts der Mitte

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Quellen

Toter bei ICE-Einsatz in Houston

Bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Houston ist der 52-jährige mexikanische Staatsbürger Lorenzo Salgado Araujo durch Schüsse eines Beamten ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagmorgen während der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA. Das US-Heimatschutzministerium gibt an, der Mann habe Anweisungen missachtet und versucht, ein Einsatzfahrzeug sowie einen Beamten mit seinem Wagen zu rammen, weshalb der Beamte in Notwehr gehandelt habe. Dieser Darstellung widersprechen Augenzeugen sowie die Angehörigen, die einen gezielten Schuss durch das Beifahrerfenster beschreiben. Da die Beamten keine Körperkameras trugen, fehlen Videoaufnahmen des Einsatzes. Die Kongressabgeordnete Sylvia Garcia gab an, die Agenten hätten nicht nach Salgado Araujo, sondern nach einer anderen Person in dem Fahrzeug gesucht. Die mexikanische Regierung unter Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte daraufhin rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen an. Mexiko strebt eine strafrechtliche Verfolgung sowie zivilrechtliche Klagen gegen Betreiber von Haftzentren an, um Menschenrechtsverletzungen zu beenden.

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