Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner hat seinen Rückzug für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September bekannt gegeben. Am Freitagmittag erklärte der Regierende Bürgermeister auf einer Pressekonferenz, nicht mehr als Spitzenkandidat und Landesvorsitzender antreten zu wollen, da er politische Botschaften nicht mehr effektiv vermitteln könne. Hintergrund ist die Aufdeckung, dass Wegner im Zusammenhang mit einem Stromausfall am 3. Januar falsche Angaben zu seinen Telefonaten mit Krisenstäben gemacht hatte.
In einer Krisensitzung der CDU-Kreisvorsitzenden am Freitagabend einigte sich die Partei auf Stefan Evers als neuen Spitzenkandidaten. Evers, der derzeit als Finanzsenator und Kultursenator fungiert, erklärte die Bereitschaft, die Verantwortung sowie kommissarisch den Landesvorsitz zu übernehmen. Die endgültige Entscheidung über die Nominierung obliegt dem Landesvorstand. Wegner wird im Amt des Regierenden Bürgermeisters bis zur Wahl eines neuen Senats verbleiben, wird jedoch im künftigen Senat kein Senatoramt übernehmen.
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Nach einer rund elfstündigen Geiselnahme in einem Supermarkt im Berliner Ortsteil Marienfelde konnte die Polizei am Samstagvormittag den Täter überwältigen und die Geisel befreiend aus dem Gebäude führen. Der Einsatz, der am Freitagabend gegen 22 Uhr begann, endete gegen 9:20 Uhr durch einen Zugriff schwer bewaffneter Spezialeinsatzkräfte. Der Täter konnte mithilfe eines Tasers außer Gefecht gesetzt werden.
Nach Angaben der Polizei hatte der Mann eine Frau in seine Gewalt gebracht und bedroht. Die Geisel erlitt einen Schock, blieb jedoch nach ersten Erkenntnissen unverletzt und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Täter wurde leicht verletzt ebenfalls medizinisch versorgt. Während des Einsatzes stellte der Mann unterschiedliche Forderungen. Ein Mitarbeiter des Marktes berichtete, dass der Mann ein großes Messer gezogen hatte. Für die Anwohner bestand laut Polizei keine Gefahr. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin zur Tat sowie die Sicherung von Spuren durch das Landeskriminalamt sind eingeleitet.
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Bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Houston ist der 52-jährige mexikanische Staatsbürger Lorenzo Salgado Araujo durch Schüsse eines Beamten ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagmorgen während der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA. Das US-Heimatschutzministerium gibt an, der Mann habe Anweisungen missachtet und versucht, ein Einsatzfahrzeug sowie einen Beamten mit seinem Wagen zu rammen, weshalb der Beamte in Notwehr gehandelt habe. Dieser Darstellung widersprechen Augenzeugen sowie die Angehörigen, die einen gezielten Schuss durch das Beifahrerfenster beschreiben. Da die Beamten keine Körperkameras trugen, fehlen Videoaufnahmen des Einsatzes. Die Kongressabgeordnete Sylvia Garcia gab an, die Agenten hätten nicht nach Salgado Araujo, sondern nach einer anderen Person in dem Fahrzeug gesucht. Die mexikanische Regierung unter Präsidentin Claudia Sheinbaum kündigte daraufhin rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen an. Mexiko strebt eine strafrechtliche Verfolgung sowie zivilrechtliche Klagen gegen Betreiber von Haftzentren an, um Menschenrechtsverletzungen zu beenden.
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Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck wird ab dem 1. August als Senior Advisor für die dänische Investmentgesellschaft Urban Partners tätig sein. Das Unternehmen, das ein Vermögen von mehr als 25 Milliarden Euro verwaltet, plant mit der Ernennung den Ausbau seiner Deutschlandgeschäfte in den Bereichen Stadtentwicklung und Wohnraum. Die Organisation Lobbycontrol kritisiert diesen Wechsel als problematisch und sieht das Vertrauen in die Politik gefährdet. Laut dem Experten Aurel Eschmann könnten durch die Nutzung politischer Netzwerke Machtungleichgewichte zugunsten finanzstarker Akteure verstärkt werden, weshalb eine dreijährige Karenzzeit für ausgeschiedene Regierungsmitglieder gefordert wird. Urban Partners betonte, dass der Gesellschafter Viessmann Generations Group nicht an der Berufung beteiligt war und Habeck ausschließlich für das Unternehmen ohne Beraterfunktion für einzelne Gesellschafter arbeiten werde. Über mögliche Lobbytätigkeiten oder die Vergütung des ehemaligen Ministers machte das Unternehmen bislang keine Angaben.
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Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik fordern eine Verschiebung des deutschen Ziels zur Klimaneutralität von 2045 auf das Jahr 2050. Damit soll das nationale Ziel an das europäische Zieljahr angepasst werden. Unter den Befürürern dieser Forderung befinden sich unter anderem der RWE-Vorstandsvorsitzende Markus Krebber sowie der Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Michael Vassiliadis. Krebber argumentiert, dass der bisherige deutsche Sonderweg den Industriestandort verteuere, ohne die globale Klimawirkung zu verbessern, da eingesparte Emissionen lediglich in anderen EU-Ländern freigesetzt würden. Auch Gitta Connemann, Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT, sowie Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft sprachen sich für eine längere Zuteilung von Emissionsberechtigungen aus. Die IGBCE plädiert in einem Positionspapier zudem dafür, die jährliche Verknappung der CO2-Zertifikate im europäischen Emissionshandel zeitlich zu strecken. Im aktuellen Koalitionsvertrag der Regierungsparteien CDU/CSU und SPD ist das Zieldatum 2045 weiterhin festgeschrieben.
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Zwischen der sozialistischen Regierung in Spanien und der katholischen Bischofskonferenz ist ein offener Streit ausgebrochen. Anlass sind kritische Äußerungen des Bischofskonferenz-Vorsitzenden Luis Argüello, der sich bei einem öffentlichen Auftritt am Donnerstagabend zu jüngsten Korruptionsfällen in den Reihen der Regierung äußerte. Der Erzbischof von Valladolid bezeichnete den Staat in Bezug auf die anhaltenden Skandale um Ministerpräsident Pedro Sánchez als eine „Diebesbande“, sollte dieser die Ethik vergessen. Mehrere Regierungsmitglieder reagierten mit verbalem Gegenangriff. Justizminister Félix Bolaños bezeichnete die drastische Wortwahl des Erzbischofs in einer schriftlichen Erklärung als „unfair“ und „zutiefst kontraproduktiv“. Er forderte zudem, dass die gegenseitigen Beziehungen von „Mäßigung, Respekt und Gerechtigkeit“ geprägt sein müssten. Der innenpolitische Druck auf Sánchez bleibt hoch, da gegen ehemalige Regierungsmitglieder sowie gegen die Ehefrau und den Bruder des Ministerpräsidenten Verfahren wegen ähnlicher Vorwürfe laufen.
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Sony Interactive Entertainment plant eine grundlegende Umstellung seiner Vertriebsstrategie für PlayStation-Inhalte. Ab Januar 2028 wird das Unternehmen die Produktion physischer Discs für alle neuen PlayStation-Spiele einstellen. Titel, die nach diesem Stichtag erscheinen, werden ausschließlich digital über den PlayStation Store oder digitale Handelspartner vertrieben. Dies betrifft sowohl Eigenentwicklungen von PlayStation Studios als auch Titel von Drittanbietern. Physische Verkaufsboxen könnten künftig lediglich Download-Codes enthalten, wie bereits für das kommende Spiel GTA 6 angekündigt.
Parallel dazu wird der Support für ältere Plattformen reduziert: Der PlayStation Store für PS3 und PS Vita wird gestaffelt geschlossen, wobei die weltweite Abschaltung im Juli 2027 abgeschlossen sein soll. Erste Schließungen in bestimmten Märkten werden bereits für 2026 erwartet. Nach dem Ende der Stores sind digitale Neukäufe auf diesen Systemen nicht mehr möglich, wobei zuvor erworbene Inhalte vorerst weiterhin herunterladbar bleiben sollen. Die Umstellung folgt dem Trend hin zu digitalen Medien.
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Zum 1. Juli 2026 steigen die gesetzlichen Renten bundesweit um 4,24 Prozent, was einem Zuwachs von 77,85 Euro brutto pro Monat für eine Standardrente entspricht. Der Rentenwert klettert damit von 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Diese Anpassung kann jedoch dazu führen, dass vermehrt Rentner zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Da der steuerfreie Anteil der Rente nach dem zweiten Jahr des Rentenbezugs als fester Euro-Betrag festgeschrieben bleibt, erhöhen künftige Rentenanpassungen den steuerpflichtigen Anteil.
Für Neurentner im Jahr 2026 sind 84 Prozent der Rente steuerpflichtig, während 16 Prozent steuerfrei bleiben. Eine Jahresbruttorente von 17.084 Euro kann laut der Steuerunbelastungstabelle des Bundesfinanzministeriums für 2026 dennoch ohne Einkommensteuerzahlung bleiben, sofern das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag von 12.348 Euro für Alleinstehende nicht übersteigt. Zusätzliche Einkünfte, etwa aus Vermietung oder Betriebsrenten, können die Steuerpflicht jedoch beeinflussen.
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Die Volksbank Sauerland hat im Geschäftsjahr 2025 ein deutliches Wachstum verzeichnet und dabei erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro beim Kundengesamtvolumen überschritten. Wie der Vorstand auf der Vertreterversammlung in Hüsten mitteilte, stieg die Bilanzsumme um 7,6 Prozent auf rund 5,4 Milliarden Euro. Maßgeblich getrieben wurde diese Entwicklung durch das Kreditgeschäft, insbesondere durch Finanzierungen für erneuerbare Energien und private Baufinanzierungen. Das bilanzielle Kreditvolumen wuchs um 252 Millionen Euro auf 3,79 Milliarden Euro, während die Einlagen um 2,9 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro zunahmen.
Der Jahresüberschuss belief sich auf 9,2 Millionen Euro. Die Vertreterversammlung stimmte einstimmig einer Dividende von vier Prozent in Höhe von rund 1,63 Millionen Euro zu. Das bilanzielle Eigenkapital stieg auf über 500 Millionen Euro. Mit 81.357 Mitgliedern erreichte die Bank einen neuen Höchststand, wobei 841 Neumitglieder unter 25 Jahre alt sind. Zudem wurden zwölf Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt.
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Die Commerzbank stellt ihr Kreditkartenangebot für Privatkunden schrittweise um und ersetzt das bisherige Mastercard-Portfolio durch Visa-Karten. Im Rahmen einer für 2025 vereinbarten Partnerschaft mit Visa bittet das Institut betroffene Kunden in Schreiben um die Zustimmung zu einem Wechsel auf die Visa Classic. Eine Sprecherin der Bank bestätigte, dass die Umstellung in mehreren Tranchen erfolgen wird. Sollten Kunden dem Austausch nicht zustimmen, kann die Kündigung der bestehenden Karte spätestens zum Ablaufdatum nicht ausgeschlossen werden.
Wer die Nutzung einer Mastercard beibehalten möchte, muss voraussichtlich in ein Premium-Konto wechseln. Dieses Modell kostet monatlich 12,90 Euro, während das digitale Girokonto mit einer Gebühr von 4,90 Euro geführt wird. Bisher erhielten Kunden der Commerzbank standardmäßig eine Mastercard als klassische Kreditkarte. Die Anpassung der Kreditkartenpalette ist Teil der operativen Weiterentwicklung des Privatkundengeschäfts.
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Nach dem Sieg des Belgiers Tim Merlier auf der siebten Etappe der Tour de France in Bordeaux richten die deutschen Sprinter ihren Blick auf die achte Etappe nach Bergerac. Seit neun Jahren hat kein deutscher Radprofi mehr einen Massensprint bei der Tour de France gewonnen; der letzte Erfolg gelang Marcel Kittel im Jahr 2017. Die in diesem Jahr teilnehmenden deutschen Fahrer Pascal Ackermann, Phil Bauhaus und Max Kanter zeigen sich zuversichtlich, diese Durststrecke zu beenden.
Die achte Etappe über 180,4 Kilometer bietet durch ein welliges Terrain und verwinkelte Streckenführungen laut Experten wieder Chancen für Ausreißer, bleibt aber für die Sprinter eine wichtige Gelegenheit. Max Kanter, der in Bordeaux den vierten Platz belegte, und Phil Bauhaus, der bereits auf Rang zwei Platzierungen erzielte, hoffen auf ein perfektes Timing. Auch Pascal Ackermann verfolgt das Ziel eines Etappensieges. Die Etappe führt von Périgueux nach Bergerac und findet bei prognostizierten Temperaturen von bis zu 37 Grad statt.
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Das Wimbledon-Finale am Sonntag zwischen Alexander Zverev und Jannik Sinner wird von besonderem Interesse verfolgt, da der Hamburger nach seinem French-Open-Sieg nach dem historischen Grand-Slam-Doppelpack strebt. Zverev, der nach einem Sieg gegen Arthur Fery ins Endspiel einzog, wird voraussichtlich wieder auf Platz zwei der Weltrangliste zurückkehren. Sein Gegner, der Weltranglistenerste Sinner, gewann im Halbfinale gegen Novak Djokovic und führt die jüngsten neun Duelle gegen den Deutschen an.
Ein besonderer Aspekt des Turniers ist der geplante Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz, der mit seiner Frau nach London reisen wird. Zverev äußerte im Nachgang zum Halbfinale den Wunsch, dass der Kanzler bei einem persönlichen Treffen Unterstützung bezüglich des Visums seiner Großmutter Natalia Fateeva leisten könnte. Da deren Visum abgelaufen ist, musste sie nach Sotschi zurückkehren. Zverev hofft auf Hilfe bei der Verlängerung des Aufenthalts, um die familiäre Rückkehr nach London zu ermöglichen.
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Der südafrikanische Nationalspieler Jayden Adams ist im Alter von 25 Jahren verstorben. Wie südafrikanische Medien berichten, trat der Mittelfeldspieler überraschend und unter bislang ungeklärten Umständen aus dem Leben. Adams stand beim südafrikanischen Verein Mamelodi Sundowns unter Vertrag. Erst vor rund zwei Wochen war er noch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika für die südafrikanische Nationalmannschaft im Einsatz. In den drei Gruppenspielen gegen Mexiko, Tschechien und Südkorea kam er zum Einsatz, während er im Sechzehntelfinale gegen Kanada auf der Bank saß. Die enge Vertraute des Spielers, Brendine Johnson, äußerte sich tief erschüttert über den Verlust und gab an, dass die Familie derzeit nicht kontaktiert werden möchte. Der Verein Mamelodi Sundowns hat den Tod bislang weder offiziell bestätigt noch dementiert, sondern um die Wahrung der Privatsphäre der Familie gebeten.
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