Nachrichten vom Montag, 19. Oktober 2026, 18:00

Die wichtigsten Nachrichten des Tages. Mit KI geprüft und zusammengefasst.

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Top Nachrichten

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Ausgangssperren nach Unruhen in Frankreich

Nach den schweren Ausschreitungen und Plünderungen während der landesweiten Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich hat Premierminister Sébastien Lecornu örtlich begrenzte Ausgangssperren angeordnet. Er wies die Präfekten an, für den heutigen Abend „sehr begrenzte“ und „lokale“ Beschränkungen zu verhängen, um weiteren Schutz von Personen und Eigentum zu gewährleisten. In Marseille wurde bereits ein Versammlungsverbot für den Zeitraum von 12 bis 20 Uhr erlassen. Die Unruhen am Wochenende führten landesweit zu mindestens 3.000 beschädigten oder geplünderten Geschäften sowie zu zahlreichen Verletzten und Sachschäden, darunter ein Brand des Rathauses in Limoges. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurden landesweit 2.331 Menschen in Gewahrsam genommen, gegen mehr als 80 Prozent wird strafrechtlich vorgegangen. Innenminister Laurent Nuñez räumte einen Kontrollverlust in einigen Großstädten ein und bot seinen Rücktritt an, was Präsident Emmanuel Macron jedoch zurückwies. Das Auswärtige Amt hat die Reisehinweise für Frankreich angepasst und rät Reisenden zur Vorsicht sowie zum Meiden von Demonstrationen.

Entscheidung über Koalitionsverhandlungen steht bevor

Nach Abschluss der Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und der Linken in Berlin steht die Entscheidung über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen bevor. Während die Grünen und die SPD heute über das weitere Vorgehen beraten, wird die Entscheidung der Linken erst am 31. Oktober erwartet. Das gemeinsame Sondierungspapier sieht vor, Immobilienkonzerne mit mehr als 10.000 Wohnungen bis Mitte 2028 zu vergesellschaften, wofür Berlin bis zu 16 Milliarden Euro an Entschädigungen bereitstellen soll. Zudem streben die Parteien ein erweitertes Wahlrecht für Menschen mit fünfjährigem Aufenthalt in Deutschland an. Die Pläne stoßen auf massiven Widerstand in der Union. CDU-Politiker Burkard Dregger und der CSU-Chef Alexander Hoffmann kritisieren die Zusammenarbeit als Gefahr für die Wirtschaft und die Demokratie. Zudem werden Vorwürfe bezüglich des Umgangs mit Antisemitismus und Clan-Kriminalität laut. Auch innerhalb der SPD äußerten sich 20 Bundestagsabgeordnete kritisch gegenüber einer Koalition mit der Linken. Die Grünen verwiesen hingegen auf gemeinsame Zusagen zur Bekämpfung von Antisemitismus.

Russische Angriffe legen Energieversorgung lahm

Russland hat die Ukraine erneut mit ballistischen Raketen und mehr als 200 Drohnen angegriffen. Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj erfolgten die Angriffe in mehreren Wellen und trafen unter anderem mehr als zehn Energieanlagen in Kiew und der umliegenden Region. In der Folge sind etwa 550.000 Haushalte ohne Strom und fließendes Wasser. In der Hauptstadt wurde eine U-Bahn-Station beschädigt; mindestens ein Mensch wurde getötet, mehrere weitere verletzt. Auch in der Stadt Krywyj Rih gab es Angriffe auf ein Industrieunternehmen, bei denen mindestens zwei Menschen starben und sieben verletzt wurden. Selenskyj kritisierte, dass es erneut keine frühzeitige Warnung durch die westlichen Partner gegeben habe. US-Außenminister Marco Rubio widersprach dieser Darstellung und erklärte, es habe keine Unterbrechung bei der Weitergabe von Geheimdienstinformationen gegeben. Zudem thematisierte Selenskyj Gespräche über die Lieferung von Patriot-Flugabwehrsystemen.

Politik

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Kritik an Fokus auf Energiekonzerne

Aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion geht hervor, dass Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und ihre Staatssekretäre sich im Zeitraum von Januar bis September 37-mal mit Vertretern von Energiekonzernen getroffen haben. Im Gegensatz dazu fand lediglich ein Gespräch mit Umweltverbänden statt, welches Staatssekretär Frank Wetzel führte. Reiche selbst war an sieben der Termine mit den Energiekonzernen beteiligt. Mit Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien fanden auf Leitungsebene in diesem Zeitraum keine Gespräche statt. Umweltverbände und Greentech-Unternehmen kritisieren den mangelnden Zugang zur Ministeriumsführung und befürchten eine Bevorzugung traditioneller Energiekonzerne bei Gesetzesvorhaben. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Michael Kellner bezeichnete die Situation als Gefahr für eine einseitige Politik. Das Wirtschaftsministerium wies darauf hin, dass unterhalb der Leitungsebene vielfältige dienstliche Kontakte bestünden, für die jedoch keine vollständige Aufstellung vorliege.

Putin genehmigt russische Kabinettsumbildung

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen Vorschlag von Ministerpräsident Michail Mischustin für eine Kabinettsumbildung gebilligt. Die geplanten personellen Veränderungen sollen laut Experten die finanzpolitische Führung des Landes erheblich stärken. Im Zentrum der Umstrukturierung steht die Beförderung von Finanzminister Anton Siluanow, der zusätzlich zu seinem seit 2011 bestehenden Amt das Amt eines stellvertretenden Ministerpräsidenten übernehmen soll. Zudem wurde Verkehrsminister Andrej Nikitin für die Position eines stellvertretenden Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund eines steigenden Haushaltsdefizits, da Russland nach neuen Einnahmequellen sucht. Die Umbildung folgt auf die Parlamentswahlen im September, bei denen die Abgeordneten der Staatsduma neu gewählt wurden. Die noch nicht namentlich vollständig bekannten Kandidaten müssen dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden, bevor die Veränderungen offiziell in Kraft treten können. Die Abstimmung über die Bestätigung des nominierten Personals ist für den 21. Oktober angesetzt.

Schutzschild für ostdeutsche Zivilgesellschaft gefordert

Nach den Wahlerfolgen der AfD in Ostdeutschland fordern die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, und Bundesministerin Karin Prien Unterstützung für die Zivilgesellschaft. Kaiser mahnte angesichts einer möglichen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt die Einrichtung eines „Schutzschildes“ für die ostdeutsche Zivilgesellschaft an, um deren finanzielle Absicherung und die Demokratie-Infrastruktur zu gewährleisten. Sie verwies auf den massiven Druck auf Demokratie-Verteidiger, die Gefahr einer finanziellen Entziehung der Grundlagen sowie die Notwendigkeit, Förderinstrumente wirksam zu gestalten. Zu diesem Zweck hat sie ein Expertengespräch einberufen. Parallel dazu sicherte Bundesministerin Karin Prien den kommunalen Demokratie-Projekten Rückhalt und verlässliche Perspektiven zu. Sie betonte, dass die kommunalen Partnerschaften für Demokratie sowie die Landesdemokratiezentren auch im weiterentwickelten Bundesprogramm „Demokratie leben“ zentrale Bestandteile der Förderung bleiben sollen, um das Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratischen Werte zu unterstützen.

Technologie

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JAXA startet Marsmond-Mission MMX

Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA startet am 19. Oktober 2026 um 21:41 Uhr mitteleuropäischer Zeit die Mission „Martian Moons Exploration“ (MMX) vom Weltraumbahnhof Tanegashima. Die mit einer H3-Trägerrakete beförderte Sonde soll den Marsmond Phobos ansteuern, um dort Bodenproben zu sammeln und diese bis 2031 zur Erde zurückzubringen. Ziel der fünfjährigen Mission ist es, durch die Analyse von Material die Entstehung der Marsmonde Phobos und Deimos zu klären. Ein zentraler Bestandteil der Mission ist der deutsch-französische Rover Idefix, der unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Airbus entwickelt wurde. Der etwa 25 Kilogramm schwere Rover soll Anfang 2029 aus 40 Metern Höhe auf Phobos abgeworfen werden. Aufgrund der geringen Schwerkraft des Mondes muss Idefix die Oberfläche mit geringer Geschwindigkeit erkunden, um nicht ins All zu prallen. Die Sonde nutzt zudem verschiedene Verfahren zur Probenentnahme, um sowohl Oberflächenmaterial als auch tieferliegenden Regolith zu gewinnen.

Amazon Luna kommt zu Prime Video

Amazon erweitert den Cloud-Gaming-Dienst Luna durch die Integration in die Prime Video App auf Fire-TV-Geräten. Nachdem der Service bereits in den USA und Großbritannien verfügbar ist, wurde die Erweiterung ab sofort in Kanada, Frankreich, Italien und Spanien umgesetzt. Für Nutzer in Deutschland und weiteren europäischen Ländern wie Österreich, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Portugal und Schweden ist der Rollout für November angekündigt. Nach Abschluss der Erweiterung wird Luna in allen 14 verfügbaren Ländern direkt über die Prime-Video-Oberfläche auf Fire TV ansteuerbar sein. Abonnenten von Amazon Prime können über den Bereich „Spiele“ Titel wie Hogwarts Legacy, Assassin's Creed Mirage oder Sonic X Shadow Generations ohne zusätzliche Kosten, Downloads oder Käufe per Streaming nutzen. Das Angebot umfasst zudem die Rubrik „GameNight“ mit Gesellschaftsspielen wie Clue oder Ticket to Ride, wobei Smartphones via QR-Code als Controller dienen können. Die Integration ermöglicht es zudem, direkt aus dem Streaming von Inhalten wie „Batman: Caped Crusader“ in passende Spiele zu wechseln.

Analogue 3D beste Erfindung 2026

Das TIME-Magazin hat die Retro-Konsole Analogue 3D als eine der „Besten Erfindungen 2026“ ausgezeichnet. Die im November 2025 veröffentlichte Hardware bildet das Nintendo 64 mittels FPGA-Technologie nach, statt auf Softwareemulation zu setzen. Das System unterstützt originale Module sowie Zubehör wie Controller Pak und Rumble Pak und bietet moderne Funktionen wie 4K-Bildausgabe, Bluetooth, WLAN sowie die Unterstützung von Flash-Carts. Parallel dazu hat der Hersteller Analogue die überarbeiteten Modelle Super Nt+ und Mega Sg+ angekündigt. Diese Neuauflagen für Nintendo- und Sega-Klassiker nutzen ebenfalls FPGA-Technik und bieten eine 1080p-Bildausgabe. Zu den Neuerungen gehören ein überarbeitetes Industriedesign, die Stromversorgung via USB-C sowie die integrierte Unterstützung für kabellose Controller über Bluetooth und 2,4-GHz-Funk. Die Vorbestellungen für beide Geräte starten am 19. Oktober, wobei der Preis bei 219,99 US-Dollar liegt. Die Auslieferung ist für Dezember geplant.

Finanzen

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Beitragserhoehung bei Privatversicherten erwartet

Für rund 53 Prozent der Privatversicherten in Deutschland ist zum 1. Januar 2027 mit einer Erhöhung der Beiträge zu rechnen. Nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. wird die durchschnittliche Beitragsanpassung voraussichtlich 13,4 Prozent betragen. Innerhalb dieser Gruppe steigt der Beitrag für Beihilfeberechtigte im Schnitt um 11,4 Prozent, während er für alle anderen Versicherten durchschnittlich um 15,3 Prozent zunimmt. Diese Entwicklung wird auf die stark steigenden Gesundheitsausgaben zurückgeführt, wobei insbesondere Kosten im Krankenhausbereich, bei Arzneimitteln sowie bei ambulanten Behandlungen als wesentliche Treiber gelten. Gesetzlich dürfen Versicherer Prämien erst anpassen, wenn die Leistungen die ursprüngliche Kalkulation um mehr als zehn Prozent überschreiten. Da Kostensteigerungen unterhalb dieser Schwelle zunächst nicht zu Anpassungen führen, können Beiträge nach längeren Phasen der Stabilität sprunghaft ansteigen. Die angekündigten Anpassungen zum Jahreswechsel betreffen laut Brancheninformationen bereits zahlreiche Gesellschaften, darunter unter anderem die Allianz, Axa, Barmenia und die Gothaer.

Red Cat will Steyr Motors uebernehmen

Die US-amerikanische Drohnenfirma Red Cat plant die Übernahme des österreichischen Motorenbauers Steyr Motors. Wie das Unternehmen mitteilte, hat die SMOT Acquisition GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Red Cat Holdings, Inc., ein freiwilliges öffentliches Erwerbsangebot in Form eines Barangebots für sämtliche Aktien der Steyr Motors AG abgegeben. Der Angebotspreis beläuft sich auf 39,00 Euro pro Aktie. Damit liegt die Offerte um knapp 29 Prozent über dem Schlusskurs des vorangegangenen Freitags, auf dem die Aktie bei 36,80 Euro notierte. Die Bieterin hat bereits ein Aktienpaket von rund 15 Prozent der B&C Holding Österreich gesichert. Die B&C-Gruppe, die auch den Börsengang von Steyr Motors im Jahr 2024 als Ankeraktionärin begleitete, hat zugesagt, das Angebot zu unterstützen und ihre Anteile zu veräußern. Der Vollzug des Angebots wird unter Vorbehalt regulatorischer Freigaben sowie einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie im ersten Halbjahr 2027 erwartet.

Dividenden-Aristokraten mit attraktiven Renditen

Die Unternehmen Altria, Realty Income und PepsiCo werden als sogenannte Dividenden-Aristokraten angeführt, die sich durch etablierte Geschäftsmodelle und attraktive Ausschüttungen auszeichnen. Alle drei Aktien notieren aktuell mit einer Dividendenrendite von über 4 Prozent. Altria erzielt seine wirtschaftliche Stärke primär durch das US-Tabakgeschäft und die Marke Marlboro. Trotz einer aktuellen Dividendenrendite von fast 5,9 Prozent bestehen Risiken durch sinkenden Tabakkonsum, regulatorische Vorgaben und Rechtsrisiken. Der US-REIT Realty Income investiert in Gewerbeimmobilien und bietet eine monatliche Ausschüttung mit einer Rendite von 5,8 Prozent. Hier können höhere Zinsen und steigende Finanzierungskosten das Wachstum belasten. PepsiCo kombiniert Getränke mit Snackmarken wie Lay’s und Doritos und weist eine Einstandsrendite von rund 4,5 Prozent auf. Der Konzern muss Herausforderungen wie steigende Kosten und Trends zu gesünderer Ernährung bewältigen. Während die Unternehmen unterschiedliche Geschäftsmodelle verfolgen, verbindet sie eine ähnliche Strategie bei der Kapitalallokation.

Sport

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Zoma fällt lange aus

Der 1. FC Nürnberg muss bis mindestens zur Winterpause auf seinen Angreifer Mohamed Ali Zoma verzichten. Wie der Verein in einer Mitteilung bestätigte, ist eine Operation an der linken Schulter notwendig. Der 22-Jährige hatte sich am Freitag beim 1:1 gegen Energie Cottbus die Schulter ausgekugelt und musste in der 33. Minute ausgewechselt werden. Zoma, der in dieser Saison bislang sieben Tore erzielt hat, feierte zuletzt sein Debüt in der italienischen Nationalmannschaft gegen Belgien. Sportvorstand Joti Chatzialexiou sicherte dem Spieler seine volle Unterstützung für den notwendigen medizinischen Eingriff zu. Er betonte zudem, dass der Kader über die nötige Qualität verfüge, damit andere Spieler die Chance ergreifen können, sich zu zeigen. Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga verzeichnet damit einen weiteren personellen Ausfall in der laufenden Spielzeit.

Juventus Turin erleidet schwere Heimpleite

Juventus Turin erlitt eine deutliche 0:3-Heimpleite gegen Lazio Rom. Die Tore für die Gäste erzielten Oliver Provstgaard, Gustav Isaksen und Fisayo Dele-Bashiru. Mit nur drei Siegen aus sieben Spielen und acht Punkten Rückstand auf den Tabellenführer Inter Mailand befindet sich der italienische Traditionsclub in einer Krise. Auch Nick Woltemade, der im Sommer von Newcastle United an Juventus ausgeliehen wurde, wartet in der Serie A weiterhin auf seinen ersten Treffer. Nach der Partie äußerten sich die Beteiligten kritisch: Abwehrchef Gleison Bremer kritisierte die Reaktion einiger Spieler auf Buhrufe und verwies auf unterschiedliche Persönlichkeiten im Kader. Der aufgrund einer Sperre abwesende Cheftrainer Luciano Spalletti bemängelte zudem mangelnde Laufbereitschaft und fehlende Ideen der Mannschaft. Die Unzufriedenheit der Anhänger zeigte sich darin, dass viele Zuschauer das Allianz-Stadion bereits vor dem Abpfiff verließen und das Team mit Pfiffen verabschiedeten.

UEFA droht FIFA-Fiasko

Im Machtkampf um die FIFA-Präsidentschaft droht der Europäischen Fußball-Union (UEFA) laut dem ehemaligen FIFA-Mediendirektor Guido Tognoni ein „Fiasko“. Da die UEFA im Kampf gegen Amtsinhaber Gianni Infantino an Tempo verloren habe, laufe ihr die Zeit davon. Bis zum 18. November endet die Nominierungsfrist für die Präsidentenwahl im März 2027. Infantino strebt eine Wiederwahl an und verfügt über eine gesicherte Unterstützung aus Afrika, Südamerika, Ozeanien und großen Teilen Asiens. Er nutzt zudem finanzielle Vorteile: Die FIFA hat bestätigt, die Zahlungen an die Mitgliedsverbände im nächsten Vierjahreszyklus von bisher 10 auf rund 25 Millionen US-Dollar pro Verband zu erhöhen. Tognoni sieht dadurch einen Vorsprung für Infantino. Bislang hat die UEFA keinen Gegenkandidaten benannt, sondern lediglich Kriterien für eine Alternative formuliert. Mögliche Kandidaten wie Aleksander Ceferin, Nasser Al-Khelaifi oder Victor Montagliani haben eine Kandidatur ausgeschlossen. Tognoni vermutet, dass potenzielle Bewerber aus Angst vor einer Niederlage ihre Ambitionen verbergen.

Politische Ausrichtung der Quellen

Dieser Wert zeigt, wie die verwendeten Quellen eines Artikels politisch einzuordnen sind, gemessen auf einer Skala von 0 (weit links) über 50 (Mitte/neutral) bis 100 (weit rechts).

Der Score wird automatisch berechnet: Jeder Nachrichtenquelle ist ein politischer Ausrichtungswert aus unserer Datenbank zugeordnet. Der Gesamtscore ist der Durchschnitt aller verwendeten Quellen. Quellen ohne bekannte Einordnung fließen neutral (50) ein.