Das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) hat in seinem jüngsten Wochenbericht drei Fälle von Vibrionen-Infektionen im laufenden Jahr registriert. Davon verlief eine Infektion tödlich. Bei allen drei Betroffenen, die alle über 75 Jahre alt sind, lag eine Wundinfektion vor, die sich in zwei Fällen zu einem septischen Krankheitsbild entwickelte. Zwei der Erkrankten infizierten sich vermutlich durch Kontakt mit Meer- oder Brackwasser in Mecklenburg-Vorpommern, während die Infektionsquelle der dritten Person unbekannt bleibt.
Vibrionen kommen natürlich in Süß-, Brack- und Salzwasser vor und vermehren sich bei warmen Wassertemperaturen stark. Die Ostsee ist aufgrund ihres niedrigen Salzgehalts besonders betroffen. In den Vorjahren wurden bis zur 29. Kalenderwoche im Durchschnitt lediglich eine Infektion gemeldet, was auf eine vergleichsweise frühe Saison hindeutet. Besonders gefährdet sind ältere, immungeschwächte Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Leber- oder schweren Herzerkrankungen, sofern die Bakterien über offene Wunden in den Körper gelangen können.
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In der Nacht zum Dienstag startete vom Flughafen Leipzig/Halle ein Charterflug nach Kabul, um ausreisepflichtige Personen nach Afghanistan zurückzuführen. Das sächsische Innenministerium bestätigte die Abschiebung und gab an, dass zwei Männer aus dem Landkreis Zwickau an Bord waren, die wegen verschiedener Straftaten in Erscheinung getreten waren. Dies war der vierte Flug dieser Art von Leipzig aus. Die Grundlage für solche Rückführungen bildet eine direkte Vereinbarung mit den in Afghanistan regierenden Taliban, die regelmäßige Abschiebungen ohne Vermittlerstaaten ermöglicht.
Gegen den Flug demonstrierte ein Bündnis am Flughafen mit etwa 230 bis 260 Personen. Die Protestierenden forderten ein Ende der Zusammenarbeit mit den Taliban. Auch politisch wurde die Maßnahme kritisiert: Die Linke im sächsischen Landtag sowie der saarländische Flüchtlingsrat bemängelten die Menschenrechtslage in Afghanistan. Das saarländische Innenministerium erklärte hingegen, dass auch Personen ohne Straftäterstatus abgeschoben werden sollen, sofern sie ausreisepflichtig sind.
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Im Weißen Haus stehen am Dienstag zwei bedeutende diplomatische Treffen an. US-Präsident Donald Trump empfängt den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Das Gespräch mit Netanjahu findet vor dem Hintergrund eines angespannten Verhältnisses zwischen den beiden Staatschefs statt. Im Fokus der Gespräche stehen die Eskalation im Iran-Konflikt sowie das US-Nuklearabkommen mit Saudi-Arabien. Die USA führen derzeit eine Militärkampagne gegen iranische Ziele durch, während die Kriegsziele der Verbündeten teils auseinanderdriften.
Gleichzeitig trifft Trump Selenskyj, zu dem sich die Beziehungen zuletzt verbessert haben. Im Zentrum des Treffens steht die Lage im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Neben der Erörterung neuer Sanktionen gegen Russland steht die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung auf der Agenda. Beide Staatschefs besuchen Washington zudem im Rahmen der Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator Lindsey Graham.
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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat den Bundeskanzler Friedrich Merz gebeten, ihn aus seinem Amt zu entlassen. Mit diesem Schritt will der Politiker den „unwürdigen Zustand“ beenden, der eine sachliche Arbeit unmöglich mache. Der Schritt folgt auf eine Phase der Ungewissheit, nachdem bei einer Pressekonferenz des Kanzlers am vergangenen Freitag eine geplante Entlassung Schnieders nicht kommuniziert worden war.
Als Nachfolger für das Verkehrsministerium wurde Steffen Bilger benannt. Der Kanzler begründete den Wechsel mit der Notwendigkeit von mehr Tempo beim Ausbau der Infrastruktur. Parallel dazu wird Johannes Steiniger, Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz, als parlamentarischer Staatssekretär ins Bundeswirtschaftsministerium berufen.
Die Personalie löst in der CDU Rheinland-Pfalz massiven Unmut aus. Die dortige Landtagsfraktion hat ein geplantes Treffen mit dem Bundeskanzler abgesagt und kritisiert den Umgang mit Schnieder als schwer nachvollziehbar. In der rheinland-pfälzischen Landespartei wird die Entscheidung als Vertrauensbruch gewertet.
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Friedrich Merz kündigt personelle Umbesetzungen an
Bundeskanzler Friedrich Merz hat umfassende personelle Veränderungen in seiner Regierung und der CDU bekannt gegeben. Im Zuge einer Neuausrichtung der parlamentarischen Staatssekretäre wechselt Gitta Connemann vom Bundeswirtschaftsministerium in das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. Dort übernimmt sie den Posten von Philipp Amthor, der künftig als Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen fungiert. Connemann behält ihre Funktion als Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung bei, während Johannes Steiniger ihre bisherige Position im Wirtschaftsministerium übernimmt. Christiane Schenderlein folgt auf Tino Sorge als parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium.
Die personellen Rochaden folgen auf den Rücktritt von Jens Spahn. Carsten Linnemann übernimmt das Gesundheitsministerium, während Nina Warken zur Kanzleramtschefin ernannt wurde. Thorsten Frei wird der neue Unionsfraktionschef. Zudem löst Steffen Bilger Patrick Schnieder als Verkehrsminister ab, nachdem Fritz Güntzler die Nachfolge abgesagt hatte. Auf parteipolitischer Ebene wird Franziska Hoppermann die neue CDU-Generalsekretärin.
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Die Landesregierung Baden-Württembergs hat die Bestellung eines unabhängigen Rates für Staatsmodernisierung und Verwaltungsvereinfachung beschlossen. Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer wird ab dem 1. September das Amt des ehrenamtlichen Beraters übernehmen. Die Tätigkeit ist auf zwei Jahre befristet und soll direkt den Ministerpräsidenten Cem Özdemir beraten.
Im Fokus der Arbeit stehen die Identifizierung von Reformbedarfen sowie die Prüfung staatlicher Aufgaben, Verfahren und Arbeitsweisen auf ihre Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit. Palmer strebt dabei einen systemischen Ansatz an, um durch grundsätzliche Vorschläge zur Entlastung von Kommunen, Schulen und Behörden beizutragen. Um Doppelstrukturen zu vermeiden, wird die Arbeit des Normenkontrollrats zum 31. Dezember 2026 beendet. Parallel dazu setzt die Landesregierung weitere Maßnahmen wie das Effizienzgesetz und die Einrichtung einer Zukunftskommission zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen um, um die Verwaltung zu modernisieren und bürokratische Hürden abzubauen.
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Für die Sicherheitslücke CVE-2026-54121 in den Microsoft Active Directory Certificate Services (AD CS), die unter dem Namen „Certighost“ bekannt ist, wurde ein funktionsfähiger Proof of Concept (PoC) veröffentlicht. Die Schwachstelle, die mit einem CVSS-Score von 8,8 als hoch eingestuft wird, basiert auf einer fehlerhaften Autorisierung im sogenannten „Chase“-Mechanismus der Zertifikatsregistrierung. Ein authentifizierter Angreifer mit niedrigen Berechtigungen kann durch die Manipulation der Attribute cdc und rmd die Zertifizierungsstelle dazu bringen, ein Zertifikat für einen Domain Controller auszustellen. Dies ermöglicht die Identitätstäuschung eines Domain Controllers und kann über DCSync-Angriffe zur vollständigen Übernahme der Domäne führen. Microsoft hat die Lücke bereits am 14. Juli 202 durch ein Sicherheitsupdate behoben. Für Systeme, die nicht unmittelbar gepatcht werden können, wird empfohlen, den „Chase“-Mechanismus über ein Policy-Flag mittels des Befehls „certutil“ zu deaktivieren. Betroffen sind unter anderem Windows Server-Versionen von 2012 bis 2025 sowie Windows 10.
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Apple plant neue iPhone-Veröffentlichungsstrategie
Apple plant eine grundlegende Änderung seiner Veröffentlichungsstrategie für die iPhone-Reihe. Im kommenden September sollen erstmals nur die Premium-Modelle, das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max, auf den Markt kommen. Möglicherweise wird zeitgleich das erste faltbare iPhone, das iPhone Ultra, vorgestellt. Die Standardmodelle sowie das iPhone 18e sollen erst im Frühjahr 2027 folgen. Diese gestaffelte Strategie soll die Belastung der Entwicklungsteams und der Zulieferer reduzieren sowie saisonale Nachfragespitzen abfedern.
Die neuen Pro-Modelle könnten über einen A20-Chip, eine variable Blende bei der Kamera sowie eine verbesserte LTPO+-Displaytechnologie verfügen. Zudem wird ein neues C2-Modem mit 5G-Satellitenunterstützung erwartet. Während das Design weitgehend erhalten bleibt, könnten neue Farben wie Dark Cherry zur Auswahl stehen. Apple versucht zudem, steigende Kosten für Speicherkomponenten durch Preisverhandlungen mit Display-Zulieferern wie Samsung und LG auszugleichen. Die endgültigen Verkaufspreise für die neuen Modelle stehen noch nicht fest.
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Der Online-Händler Amazon bietet derzeit verschiedene kabellose Gaming-Headsets zu reduzierten Preisen an. Das Modell Razer Kraken V4 ist aktuell um 40 Prozent unter der unverbindlichen Preisempfehlung erhältlich. Das Headset ermöglicht eine Verbindung über Bluetooth sowie eine 2,4-GHz-Funkstrecke mittels Dongle und bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 70 Stunden, sofern die RGB-Beleuchtung deaktiviert ist.
Das SteelSeries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 ist von 199,99 Euro auf 140,00 Euro reduziert, was einem Preisnachlass von etwa 30 Prozent entspricht. Das Gerät unterstützt parallel eine 2,4-GHz-Verbindung und Bluetooth. Die Akkulaufzeit beträgt laut Hersteller über 50 Stunden.
Zudem ist das HyperX Cloud III Wireless im Angebot. Es verfügt über 53-mm-Treiber, unterstützt Dolby Atmos für räumlichen Klang und bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 120 Stunden. Das Headset nutzt eine kabellose 2,4-GHz-Verbindung und ist mit einem abnehmbaren Mikrofon sowie einem Aluminiumrahmen ausgestattet.
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Die Bundesregierung plant, die Empfehlungen der Rentenkommission noch im Jahr 2026 umzusetzen, was die vollständige Abschaffung der Altersrente für besonders langjährig Versicherte vorsieht. Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas haben angekündigt, die Vorschläge in einem Gesetzespaket zu implementieren. Die Reform beinhaltet zudem die Einführung einer kapitalgedeckten Rentenkomponente, für die Arbeitgeber und Beschäftigte ab einer Übergangsphase im Jahr 2028 einen Beitrag von zwei Prozent des Bruttoeinkommens leisten sollen.
Der Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnt vor jährlichen Mehrkosten von über 40 Milliarden Euro und fordert Korrekturen, um die Lohnnebenkosten nicht weiter zu erhöhen. Für Versicherte hängt die Wirksamkeit der Abschaffung vom Vertrauensschutz ab. Bei einer fünfjährigen Übergangsfrist könnten Regelungen erst ab 2032 greifen, was den Jahrgang 1967 betreffen könnte. Ein rechtssicherer Anspruch auf die bisherige Regelung besteht für nach 1967 Geborene nach aktuellem Stand nicht mehr.
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Die Aktien von Zulieferern der Chipindustrie stehen aufgrund der Sorge vor verschärftem Wettbewerb durch chinesische Konkurrenten unter Druck. An der Amsterdamer Börse fielen die Titel von ASML, ASM International und BE Semiconductor um bis zu vier Prozent. Auch deutsche Unternehmen wie Aixtron und Siltronic verzeichneten deutliche Verluste von gut vier beziehungsweise sechs Prozent.
Grund für die Kursrückgänge sind Berichte über Fortschritte bei der Entwicklung von Lithografie-Maschinen in China. Ein bislang wenig bekanntes staatliches Unternehmen aus Shanghai, Aishengna Electronic Technology, soll die Produktion von DUV-Systemen zur Belichtung von Schaltkreisen aufgenommen haben. Während die Qualität der Anlagen laut Insidern bislang nicht an die Produkte des Weltmarktführers ASML heranreicht, lösten die Meldungen bei Anlegern Verkäufe aus. ASML erzielt rund ein Fünftel seines Umsatzes mit DUV-Anlagen in China. Die Berichte über die technologischen Fortschritte in China werden in Medien wie „The Information“ thematisiert.
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Aktuell kursieren gefälschte E-Mails im Namen der Sparkasse, die darauf abzielen, die Zugangsdaten von Online-Banking-Nutzern zu entwenden. Die Betrüger geben sich als Sparkassenverwaltung aus und behaupten, aufgrund gesetzlicher Vorgaben oder notwendiger Sicherheitsupdates eine Bestätigung der Registrierungsdaten zu benötigen. Um die Empfänger zur schnellen Reaktion zu bewegen, wird mit einer Sperrung des Online-Bankings gedroht. Dabei werden widersprüchliche Fristen genannt, wobei im Betreff von 48 Stunden die Rede ist, während der Text eine Frist von 24 Stunden vorgibt.
Die Nachrichten lassen sich an Merkmalen wie unpersönlichen Anreden, Rechtschreibfehlern, fehlenden Umlauten sowie einer nicht offiziellen Absenderadresse erkennen. Der enthaltene Link führt auf eine täuschend echt wirkende, externe Webseite, auf der sensible Informationen abgefragt werden. Die Verbraucherzentrale und die Sparkassen warnen davor, auf solche Links zu klicken oder Daten einzugeben. Im Verdachtsfall sollten Kunden die Nachricht löschen oder als Spam markieren und etwaige Änderungen nur über offizielle Kanäle wie die Sparkassen-App oder die bekannte Internetadresse prüfen.
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Der französische Fußballverband hat Zinédine Zidane offiziell als neuen Nationaltrainer der französischen Männer-Nationalmannschaft bekannt gegeben. Der 54-Jährige tritt die Nachfolge von Didier Deschamps an, der das Team nach 14 Jahren im Amt nach der Weltmeisterschaft 2026 verlässt. Der Vertrag von Zidane ist bis nach der Weltmeisterschaft 2030 gültig.
Zidane, der als Spieler die Weltmeisterschaft 1998 und die Europameisterschaft 2000 gewann, blickt auf eine erfolgreiche Trainerkarriere bei Real Madrid zurück, wo er zwischen 2016 und 2018 sowie 2019 und 2021 dreimal die Champions League und zweimal die spanische Meisterschaft gewann. Bei seiner Vorstellung in Paris betonte er die Ehre und die Verantwortung, die mit dem Amt verbunden sind. Seine erste Aufgabe wird die Leitung der Mannschaft im Rahmen der Nations League im September sein. Deschamps beendete seine Ära nach dem Halbfinal-Aus gegen Spanien und der Niederlage gegen England im Spiel um Platz drei bei der WM 2026.
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Nach dem Scheitern der Bemühungen um Andrea Pirlo steht die Besetzung der Führungspositionen im italienischen Fußballverband FIGC vor einem Umbruch. Laut übereinstimmenden Medienberichten ist Roberto Mancini als neuer Nationaltrainer vorgesehen. Verbandspräsident Giovanni Malagò bestätigte, dass Gespräche über eine Rückkehr des 61-Jährigen laufen und man auf die Unterschrift warte. Mancini, der Italien 2021 zum Europameistertitel führte, war zuvor von 2018 bis 2023 im Amt.
Die Suche nach einem Nachfolger für den entlassenen Gennaro Gattuso entwickelte sich nach Absagen von Pep Guardiola und der Kritik an Pirlo aufgrund seiner geschäftlichen Verbindungen nach Russland als schwierig. In der Folge sollen der Technische Direktor Paolo Maldini sowie dessen Berater Leonardo nach nur 16 Tagen zurückgetreten sein. Während Giorgio Chiellini Interesse an der Nachfolge als Technischer Direktor ablehnte, wird Claudio Ranieri als möglicher Nachfolger für diese Position genannt. Die Personalien wurden nach einem Treffen in Rom zunächst nicht offiziell bestätigt.
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Fehlerhafte Regelanwendung bei Embolo-Platzverweis
Das International Football Association Board (Ifab) hat klargestellt, dass der Platzverweis gegen den Schweizer Nationalspieler Breel Embolo im WM-Viertelfinale gegen Argentinien auf einer fehlerhaften Anwendung der Regeln basierte. Im Spiel beim Stand von 1:1 hatte Schiedsrichter João Pinheiro zunächst einen Foulspiel-Verweis gegen den Argentinier Leandro Paredes ausgesprochen. Nach einem Hinweis des Videoassistenten (VAR) revidierte der Unparteiische die Entscheidung und zeigte Embolo Gelb-Rot wegen einer Schwalbe.
Laut Ifab hätte der Videoassistent bei einer einfachen Gelben Karte nicht eingreifen dürfen, um das Vergehen selbst zu ändern; eine Überprüfung sei lediglich zur Identifizierung des Spielers zulässig. Das Schiedsrichterteam hatte sich in diesem Fall auf eine Regelklausel zur Spielerverwechslung berufen, deren Anwendung das Ifab nun als nicht korrekt einstuft. Während die Anwendung der Klausel zuvor bereits im Spiel USA gegen Paraguay erfolgte, wird das Protokoll für den Videobeweis nun überprüft. Die UEFA betonte, dass der VAR lediglich bei eindeutigen Fehlern unterstützen dürfe.
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