DAX fällt unter 25.000 Punkte
Der DAX verzeichnete am Donnerstag im frühen Handel einen Rückgang von einem Prozent auf 24.854 Punkte und fiel damit unter die Marke von 25.000 Punkten. Auf die vorangegangene Kursbewegung am Mittwoch, bei der der Index um 1,35 Prozent auf 25.104,36 Zähler sank, folgte eine anhaltende Schwäche. Die internationalen Märkte zeigten ähnliche Tendenzen: Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,7 Prozent, während der S&P 500 um 0,2 Prozent nachgab.
Als belastende Faktoren gelten steigende Ölpreise, die über der Marke von 100 Dollar liegen, sowie hohe Anleihenrenditen. Zudem sorgen zunehmende Unternehmensverschuldungen und geopolitische Unsicherheiten für Marktunsicherheit. Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die anstehende Berichtssaison der US-Unternehmen, die belegen muss, ob die Investitionen in Künstliche Intelligenz die erwarteten Renditen erwirtschaften. Während der Markt nach Stabilisierung sucht, bleibt das Umfeld durch die Wechselwirkungen von Energiepreisen, Inflation und Renditen angespannt.
Beitragsbemessungsgrenzen steigen ab 2027
Das Bundeskabinett hat die jährliche Anpassung der Beitragsbemessungsgrenzen für das Jahr 2027 beschlossen. Damit steigen die Grenzen, bis zu denen Sozialbeiträge erhoben werden, für gesetzlich Versicherte mit hohen Einkommen. In der gesetzlichen Krankenversicherung erhöht sich die Grenze von bisher 5.812,50 Euro auf 6.375 Euro im Monat. In der Rentenversicherung steigt der Wert von 8.450 Euro auf 8.850 Euro. Die Anpassung folgt der Lohnentwicklung des Jahres 2025, die um 4,38 Prozent zunahm.
Für Arbeitnehmer, deren Einkommen über den bisherigen Grenzen liegt, ergibt sich bei gleichbleibenden Beitragssätzen eine monatliche Mehrbelastung von etwa 102 Euro. Da auch der Arbeitgeberanteil steigt, belasten die höheren Beiträge einen Arbeitsplatz insgesamt um rund 200 Euro pro Monat. Betroffen sind lediglich Versicherte mit Einkommen oberhalb der alten Grenzen. Für Kinderlose kann die Belastung durch einen steigenden Zuschlag in der Pflegeversicherung auf etwa 124 Euro im Monat ansteigen. Die Erhöhung der Pflegeversicherung ist Teil des Entwurfs zum Pflegeneuordnungsgesetz, der noch vom Bundestag beschlossen werden muss.
Rentenabschlaege steigen deutlich an
Der Anteil der Altersrenten, die mit Abschlägen bezogen werden, ist zwischen 2020 und 2025 von 23,4 Prozent auf 30,4 Prozent gestiegen. Laut einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion stiegen die durchschnittlichen monatlichen Einbußen im selben Zeitraum deutlich an: Während der durchschnittliche Abschlag im Jahr 2020 noch bei 103 Euro lag, betrug er im vergangenen Jahr 162 Euro, was einem Anstieg von etwa 57 Prozent entspricht.
Die Rentenabschläge werden für jeden Monat des vorzeitigen Ruhestands mit 0,3 Prozent der eigentlichen Altersrente berechnet. Bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme der Altersrente kann der Abschlag bis zu 14,4 Prozent erreichen. Um solche Einbußen auszugleichen, besteht nach Vollendung des 50. Lebensjahres die Möglichkeit, zusätzliche Beiträge in die Rentenversicherung einzuzahlen. Diese Ausgleichszahlungen können als Einmalzahlung oder über mehrere Jahre verteilt erfolgen. Durch den Anstieg des vorläufigen Durchschnittsentgelts wird der Ausgleich von Abschlägen im Jahr 2027 teurer werden.