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Nachrichten vom: Montag, 7. September 2026, 7:00

AfD wird stärkste Kraft in Sachsen-Anhalt

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD mit 43,8 Prozent die stärkste Kraft erreicht, verfehlte jedoch die absolute Mehrheit. Die CDU unter Ministerpräsident Sven Schulze belegte mit 17,2 Prozent den zweiten Platz. Während die SPD (9,3 %), die Grünen (8,9 %) und die Linke (8,6 %) im Parlament vertreten sind, zieht das Bündnis Sahra Wagenknecht mit 5,3 Prozent erstmals in den Landtag ein. Die FDP scheiterte mit 2,6 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung lag mit rund 78 Prozent deutlich über dem Wert von 2021. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund, der zudem ein Direktmandat gewann, erklärte, allen Kräften die Hand zu reichen, die einen Politikwechsel anstreben, hielt jedoch Neuwahlen im Notfall für möglich. Innerhalb der CDU wurden nach der Niederlage Rücktrittsforderungen laut. Die Polizei in Magdeburg meldete einen weitgehend störungsfreien Verlauf des Wahlwochenendes ohne nennenswerte Vorkommnisse.

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Fahndung nach Saboteur an Stromtrassen

Die Polizei fahndet weiterhin nach einem 48-jährigen Mann aus Gevelsberg, der der versuchten Sabotage an Hochspannungstrassen in Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen beschuldigt wird. Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf Umspannwerke wurden in den betroffenen Regionen pyrotechnische Vorrichtungen und Sprengsätze entdeckt, die Kurzschlüsse an den Leitungen herbeiführen sollten. Die allgemeine Stromversorgung blieb dabei unbeeinträchtigt. Nach der Sicherstellung von Sprengstoff in der Wohnung des Verdächtigen in Gevelsberg durchsuchten Spezialeinheiten einen zu einem Wohnmobil umgebauten Lkw im Kreis Düren. Der Gesuchte konnte dort nicht gefunden werden. Ein großangelegter Polizeieinsatz im Hambacher Forst wurde nach der Durchsuchung des Unterholzes und von Baumhäusern ohne Erfolg beendet. Die Behörden veröffentlichten Fahndungsfotos des Mannes sowie ein Bild eines schwarzen Fahrrads der Marke Trenoli, mit dem der Tatverdächtige auf der Flucht sein könnte. Hintergrund der Ermittlungen sind Bekennerschreiben, in denen der Absender die Anschläge mit Kritik an der fossilen Energieerzeugung begründete.

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FDP scheitert an Fünfprozent-Hürde

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist die FDP nach ersten Hochrechnungen an der Fünfprozent-Hürde gescheitert. Die Partei, die bislang Teil der Landesregierung war, wird künftig nicht mehr im Landtag vertreten sein. Die Hochrechnungen von ARD und ZDF sowie von Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen beziffern das Ergebnis auf Werte deutlich unter fünf Prozent, wobei die Spanne zwischen 2,2 und 2,4 Prozent liegt. Der Parteivorsitzende Wolfgang Kubicki bezeichnete das Ergebnis als einen „bitteren Tag für die gesamte Partei“ und betonte, dass die FDP den Landtag verlassen und Regierungsverantwortung verlieren müsse. Die Spitzenkandidatin Lydia Hüskens, bisherige Ministerin für Infrastruktur und Digitales, kündigte am Wahlabend ihren Rücktritt als Landesvorsitzende an. Mit diesem Wahlergebnis setzt die FDP ihre Serie von Niederlagen in Landtagswahlen in diesem Jahr fort. Die Partei ist nun nur noch in fünf Landesparlamenten vertreten.

Politische Ausrichtung der Quellen: Eher rechts der Mitte

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