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Nachrichten vom: Donnerstag, 18. Juni 2026, 18:00

Ukrainischer Drohnenangriff auf Moskauer Raffinerie

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat in Moskau eine Ölraffinerie getroffen und dort Brände ausgelöst. Laut Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin war die Anlage Ziel mehrerer Drohnen. Der Angriff führte zur vorübergehenden Schließung aller vier Moskauer Flughäfen für mehrere Stunden. Das russische Verteidigungsministerium gab an, dass über verschiedene Regionen des Landes insgesamt 555 ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien, wobei fast 200 Drohnen allein beim Anflug auf Moskau abgefangen wurden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff und bezeichnete ihn als Teil der „Langstrecken-Sanktionen“ sowie als gerechte Reaktion auf russische Angriffe auf ukrainische Städte. Er erklärte, der Einsatz diene dazu, Wladimir Putin zu Verhandlungen über ein Kriegsende zu bewegen. Parallel dazu fanden in der Nacht russische Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sowie auf das Gebiet Poltawa statt. In der Stadt Sumy wurde laut örtlichen Behörden eine Person bei einem Drohnenangriff getötet.

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US-Truppenpräsenz in Europa wird ueberprueft

Beim Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel hat der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine umfassende, sechsmonatige Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa angekündigt. Ziel der Untersuchung sei es, sicherzustellen, dass sich die NATO in Richtung eines von Europa geführten Bündnisses entwickelt, in dem die europäische Seite die Hauptverantwortung für die konventionelle Verteidigung des Kontinents übernimmt. Hegseth forderte die Bündnispartner auf, die vereinbarten Ziele für die Verteidigungsausgaben zu erreichen, und warnte, dass die USA die Länder genau beobachten würden. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte, dass die Reduzierung der US-Militärzusagen im Rahmen des NATO-Force-Models mit sofortiger Wirkung wirksam sei. Er betonte jedoch, dass die USA sich weiterhin zur NATO bekennen und im Kriegsfall maximale Anstrengungen unternehmen würden. Rutte wies darauf hin, dass die Europäer verstärkt Verantwortung übernehmen müssten, um die durch US-Kürzungen entstandenen Lücken zu schließen. Die nukleare Abschreckung bleibe weiterhin eine Aufgabe der USA.

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EU-Gipfel berät gegen China-Handelsdefizit

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union beraten beim anstehenden EU-Gipfel in Brüssel über Maßnahmen gegen das wachsende Handelsdefizit mit China. Der Handelsüberschuss Chinas gegenüber der EU stieg 2025 auf 360,6 Milliarden USD. Während sich die Mitgliedstaaten einig sind, dass das Handelsungleichgewicht und die Abhängigkeit von China, etwa bei Seltenen Erden, problematisch sind, besteht Uneinigkeit über die Reaktion. Länder wie Frankreich, Italien und die Niederlande fordern härtere Maßnahmen wie zusätzliche Zölle oder Quoten, um die heimische Industrie vor Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Subventionen zu schützen. Deutschland zeigt sich hingegen zurückhaltender und setzt auf einen balancierten Ansatz aus Schutzinstrumenten und Exportoffenheit, um die wirtschaftlichen Abhängigkeiten und die Bedeutung Chinas als Absatzmarkt nicht zu gefährden. Die EU-Kommission prüft zudem eine umfassende Überprüfung der Handelsabwehr, um Überkapazitäten und einseitige Lieferabhängigkeiten in sensiblen Sektoren einzudämmen.

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