Dax erholt sich über 26.000 Punkte
Der deutsche Leitindex Dax setzte seine Erholung fort und schloss am Donnerstag mit einem Plus von rund 1,3 Prozent bei 26.039 Punkten, womit er die Marke von 26.000 Punkten wieder überschritt. Auch der MDax legte um etwa 1,2 Prozent auf rund 30.798 Zähler zu. Anhaltender Rückenwind kam von den Zentralbanken, da sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen vorerst unverändert ließen. Parallel dazu gab die EZB bekannt, dass Präsidentin Christine Lagarde am 7. Februar 2027 vorzeitig von ihrem Amt zurücktreten wird.
Die Unternehmenszahlen prägten den Handelstag. Während Adidas nach positiven Quartalszahlen an der Dax-Spitze notierte, verzeichnete der Wohnimmobilienkonzern Vonovia Kursverluste von knapp 3 Prozent. Volkswagen verbuchte einen Quartalsverlust von 5,8 Milliarden Euro, wobei die Aktie dennoch um 1,9 Prozent stieg. An den US-Börsen belasteten enttäuschende Zahlen des Tech-Riesen Alphabet den Nasdaq, dessen Kurs um über ein Prozent sank.
Intel-Aktie nach enttäuschender Prognose eingebrochen
Der US-Halbleiterkonzern Intel hat nach der Veröffentlichung seiner Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 eine deutliche Kurskorrektur an der Börse erlebt. Trotz eines Gewinns von 0,60 US-Dollar pro Aktie, der die Analystenerwartungen von etwa 0,41 US-Dollar übertraf, fiel die Intel-Aktie im nachbörslichen Handel um rund 17,46 Prozent auf 75,99 US-Dollar. Grund für den Einbruch ist eine enttäuschende Prognose für das laufende Quartal: Intel erwartet einen Umsatz zwischen 15 und 16 Milliarden US-Dollar, während Analysten mit rund 17 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Zudem wird ein bereinigter Gewinn von 25 US-Cent pro Aktie prognostiziert, was deutlich unter den Markterwartungen von etwa 43 Cent liegt. Laut Finanzchef David Zinsner belasten hohe Speicherpreise die Nachfrage nach Geräten, weshalb das PC-Geschäft voraussichtlich bis über das erste Halbjahr 2027 hinaus gebremst bleibt. Der Umsatz im Berichtszeitraum stieg im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 16,5 Milliarden US-Dollar, während der Gesamtgewinn um 18 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar sank.
DGB-Rentenkommission fordert neues Rentenniveau
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat den Endbericht seiner Rentenkommission vorgelegt, der als Gegenmodell zu den Plänen der Bundesregierung fungiert. Die Kommission fordert ein Nettoversorgungsniveau von 70 bis 90 Prozent, das durch die gesetzliche Rente und eine verpflichtende, arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente erreicht werden soll. Hierfür sollen Arbeitgeber zwei Prozent des Bruttolohns einzahlen. Das Rentenniveau vor Steuern soll schrittweise von aktuell 48 Prozent auf 50 und perspektivisch 53 Prozent steigen.
Die Kommission lehnt eine Anhebung der Regelaltersgrenze über 67 Jahre ab und bekräftigt die Beibehaltung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Zur Finanzierung schlägt der Bericht leicht erhöhte Beiträge, die Einbeziehung von Selbstständigen sowie von Abgeordneten in die Rentenversicherung vor. Zudem sollen zusätzliche Steuern auf hohe Einkommen, große Vermögen und Kapitaleinkünfte sowie ein höherer Demografiezuschuss aus dem Bundeshaushalt die Reform ermöglichen. Ziel ist eine stabile Alterssicherung ohne einseitige Kostenverschiebung zulasten der Beschäftigten.