Gewinnmitnahmen beim DAX beobachtet
Der DAX verzeichnete am 30. Oktober 2026 nach einer starken Performance in der laufenden Woche eine Phase mit Gewinnmitnahmen. Nachdem der Index zuvor um 1,31 Prozent auf ein 8-Wochen-Hoch von 26.040 Punkten gestiegen war, lag der Kurs am Mittag bei 25.843,33 Punkten (XETRA). Der vorherige Anstieg wurde durch überwiegend positive Unternehmenszahlen sowie die Entscheidung der Europäischen Zentralbank gestützt, den Leitzins unverändert bei 2,5 Prozent zu belassen.
Charttechnisch zeigt sich der Index nach einem Tiefstand bei 24.800 Punkten deutlich erholt. Ein wichtiger Widerstand liegt bei 26.575 Punkten, während neue Unterstützungen im Bereich von 25.915, 25.700 und 25.500 Punkten identifiziert wurden. Während Anleger auf günstige Kaufkurse hoffen, bleibt die Marktlage nach der jüngsten Kursentwicklung durch Gewinnmitnahmen geprägt. Der DAX konnte dabei die kritischen Marken um 24.900 Punkte überschreiten, was die Vermeidung eines tieferen Herbsttiefs ermöglichte.
Immobilienkreditzinsen in Deutschland gestiegen
Die Zinsen für Immobilienkredite in Deutschland sind seit dem Sommer deutlich gestiegen. Während die durchschnittlichen Zinsen für ein Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung Ende Juni noch bei 3,8 Prozent lagen, stiegen sie laut Interhyp auf etwa 4,4 Prozent. Im August lag der Durchschnittszins für Immobilienkredite bei 4,05 Prozent, was das höchste Niveau seit Ende 2023 markiert. Dieser Anstieg der Finanzierungskosten resultiert unter anderem aus steigenden Kapitalmarktzinsen, wie der Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen.
Für Käufer bedeutet dies, dass bei gleichbleibender Monatsrate die Tilgung verringert werden muss, was die Kreditlaufzeit verlängert und die Gesamtzinskosten erhöht. Alternativ können höhere Monatsraten oder Verhandlungen über den Kaufpreis notwendig werden. Experten raten dazu, neben dem Zinssatz auch die Tilgung, die Zinsbindung und Sondertilgungsoptionen zu prüfen sowie die künftige Anschlussfinanzierung im Blick zu behalten. Eine weitere Zinsentwicklung bleibt aufgrund globaler Krisen und politischer Unsicherheit, etwa bei den französischen Staatsfinanzen, mit erheblichen Schwankungen behaftet.
CXMT verzeichnet massives Umsatzwachstum
Der chinesische Speicherhersteller CXMT verzeichnete im dritten Quartal 2026 ein deutliches Wachstum. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 613,18 Prozent auf 118,714 Milliarden Yuan, während die Bruttomarge 89,53 Prozent erreichte. Getrieben wurde diese Entwicklung durch die hohe Nachfrage nach DRAM und steigende Preise.
Gleichzeitig sorgt der technologische Fortschritt von CXMT bei neuen Chiparchitekturen für Unruhe am Markt. Die Entwicklung neuer Server-Speicherprodukte weckt die Sorge, dass der chinesische Anbieter Marktanteile von etablierten Herstellern wie Samsung Electronics und SK hynix gewinnen könnte. Während die Marktprognosen von Gartner für den globalen Speichermarkt bis 2027 ein massives Wachstum vorhersagen, warnen Branchenexperten vor einem möglichen Überangebot ab 2029. Zudem verfolgt CXMT eine Strategie, die primär auf die Versorgung des heimischen Marktes abzielt, um Chinas Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu reduzieren. Dies führt dazu, dass internationale Anfragen, etwa von Apple, derzeit zurückgewiesen werden, da die Kapazitäten zur Deckung des chinesischen Bedarfs bereits stark beansprucht werden.