Moegliche Leistungskuerzungen in der Pflegeversicherung
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) schließt Leistungskürzungen in der Pflegeversicherung nicht aus, um das strukturelle Finanzierungsproblem der Kassen zu bewältigen. Angesichts steigender Kosten seien Einsparungen von rund zehn Prozent notwendig, da der Pflegeversicherung ohne Reform bis 2027 ein Defizit von etwa acht Milliarden Euro drohe. Die geplanten Änderungen im Rahmen des Pflegeneuordnungsgesetzes sehen vor, Leistungen stärker am tatsächlichen Bedarf auszurichten und den Fokus auf Prävention zu legen. So soll etwa der Entlastungsbetrag für Menschen im Pflegegrad 1 durch ein „Sozialraumbudget“ ersetzt werden, während Zuschüsse zur Verbesserung des Wohnumfeldes erhalten bleiben sollen. Diese Pläne stoßen auf Kritik von Patientenschützern sowie von Politikern und Dienstleistern, die vor einer Schwächung der häuslichen Pflege und der pflegenden Angehörigen warnen. Eine Pflegestrukturkommission erarbeitet derzeit Vorschläge zur langfristigen Finanzierung, die bis Ende Januar vorliegen sollen. Die Umsetzung der Reform ist für 2027 vorgesehen.
Microsoft verzeichnet starken Umsatzanstieg
Microsoft hat für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 92,3 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet, was einem Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Nettogewinn stieg um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden US-Dollar. Getragen wurde das Ergebnis maßgeblich durch die Cloud-Sparte Azure, die ein Wachstum von 48 Prozent auf 33,2 Milliarden US-Dollar verzeichnete.
Trotz der starken Performance sank der freie Cashflow von 25,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal auf 18,6 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu verringerte sich das Volumen der Aktienrückkäufe von 5,7 auf 4,4 Milliarden US-Dollar. Die Investitionsausgaben stiegen um rund 30 Prozent auf 45,2 Milliarden US-Dollar, wobei für das kommende Quartal Ausgaben von über 50 Milliarden US-Dollar prognostiziert werden. Im Bereich „Geräte und Endkunden“ sank der Umsatz um 3 Prozent. Die Umsatzbeteiligungen aus Partnerschaften mit OpenAI beliefen sich im Quartal auf 10 Milliarden US-Dollar, was etwa 11 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht.
ITM Power meldet Ausuebung von Optionen
Das Unternehmen ITM Power hat die Ausübbarkeit bereits gewährter Vergütungsoptionen für CEO Dennis Schulz und CTO Simon Bourne gemeldet. Insgesamt handelt es sich um 431.157 Optionen aus dem langfristigen Vergütungsprogramm (LTIP) mit einem Ausübungspreis von jeweils £0,05 pro Aktie. Davon entfallen 298.494 auf Schulz und 132.663 auf Bourne.
Die Mitteilung erfolgt vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2026, in dem das Unternehmen einen Umsatz von £43,6 Millionen und einen bereinigten EBITDA-Verlust von £20,2 Millionen verzeichnete. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert ITM Power einen Umsatz zwischen £50 Millionen und £60 Millionen sowie einen bereinigten EBITDA-Verlust zwischen £17 Millionen und £20 Millionen.
Parallel dazu liegt eine Grundsatzvereinbarung der Tochter Hydropulse mit einer europäischen Ölraffinerie über ein 150-MW-Projekt für grünen Wasserstoff vor. Eine endgültige Investitionsentscheidung wird für 2027 angestrebt, wobei der Produktionsbeginn für 2029 vorgesehen ist. Die ITM Power-Aktie erreichte am 30. Oktober 2026 ein neues 6-Monats-Tief von 0,86 EUR.