Demokraten-Vorsprung bei US-Wahlen schrumpft
Im Vorfeld der US-Zwischenwahlen für das Repräsentantenhaus und den Senat verringert sich der Vorsprung der Demokraten gegenüber den Republikanern laut einer Umfrage des Instituts Ipsos auf acht Prozentpunkte. Während 46 Prozent der Befragten die Demokraten bevorzugen, liegt die Unterstützung für die Republikaner bei 38 Prozent. Viele Wähler nutzen die Wahl als Votum gegen US-Präsident Donald Trump, wobei etwa 50 Prozent der unabhängigen Wähler angaben, ihre Stimme gegen ihn abgeben zu wollen. Die Zustimmungswerte für den Präsidenten liegen nahe einem Rekordtief, wobei sich 32 Prozent mit seiner Arbeit im Weißen Haus zufrieden zeigen. Die hohen Lebenshaltungskosten sowie die Kosten für Benzin und Strom sind zentrale Themen der Wahl. Sollten die Republikaner ihre Mehrheiten im Kongress verlieren, könnten die Demokraten Gesetzesvorhaben der Regierung blockieren und Untersuchungen gegen die Administration einleiten. Trump selbst verwies in einer Abschlussrede darauf, dass die Regierungspartei bei Midterms historisch bedingt oft Mandate verliert.
Metallgegenstaende in Suessigkeiten gefunden
Nach Halloween häufen sich bundesweit Meldungen über in Süßigkeiten eingearbeitete Metallgegenstände wie Nadeln, Nägel oder Tackernadeln. Die Polizei in zahlreichen Bundesländern, darunter Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpomern sowie in Österreich, ermittelt teilweise wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.
In Niedersachsen verletzte sich ein neunjähriges Mädchen in Bremervörde an einer Stecknadel in einem Schokoriegel an der Zunge. In Hannover entdeckte ein weiteres Kind Nadeln in mehreren Süßigkeiten. Ein separater Fall in der Nähe von Hannover betrifft einen Schokoriegel der Eigenmarke von Lidl, in dem eine Nähnadel gefunden wurde; das Unternehmen steht dazu im Austausch mit den Behörden.
Die Polizei warnt Eltern, die gesammelten Naschereien sorgfältig auf Einstichstellen oder beschädigte Verpackungen zu prüfen und verdächtige Funde nicht zu verzehren, sondern die Polizei zu informieren. Täter oder ein gemeinsamer Zusammenhang der Fälle sind bislang nicht bekannt.
Widerstand gegen Berliner Koalition
In Berlin haben die Koalitionsverhandlungen zwischen der SPD, den Grünen und der Linken begonnen. Parallel dazu formiert sich innerhalb der SPD massiver Widerstand gegen ein rot-grün-rotes Bündnis. Ein offener Brief mit dem Titel „Nicht um jeden Preis“, der bis Montagmittag von rund 1.175 Mitgliedern unterzeichnet wurde, äußert ernsthafte Zweifel an der Regierungsfähigkeit des Berliner Landesverbandes der Linken.
Zu den Unterzeichnern zählen prominente Politiker wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sowie die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. Die Kritiker führen unter anderem Vorfälle im Zusammenhang mit Antisemitismus sowie problematische Kontakte von Linken-Mandatsträgern zum Umfeld der Clankriminalität als Gründe an. Zudem wird die politische Handlungsfähigkeit der Linkspartei aufgrund der Berichterstattung über die Ängste der Spitzenkandidatin Elif Eralp vor islamistischen Strukturen infrage gestellt. Während die Linke auf den Wählerwillen verweist, sieht die Berliner SPD-Basis in einem Mitgliederentscheid eine Möglichkeit, über den möglichen Koalitionsvertrag abzustimmen.