Rekord bei Aktienrueckkauefen bei Berkshire
Die US-Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway hat für das dritte Quartal 2026 ihre Geschäftszahlen veröffentlicht. Das Unternehmen kaufte in diesem Zeitraum eigene Aktien im Wert von rund 9,6 Milliarden Dollar zurück, was einen Rekordwert für ein einzelnes Quartal darstellt. Damit setzt Konzernchef Greg Abel, der die Führung nach dem Rückzug von Warren Buffett übernahm, verstärkt auf Aktienrückkäufe aus den Cash-Reserven.
Der Umsatz des Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal von 94,97 Milliarden Dollar auf 105,647 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je B-Aktie sank hingegen von 14,28 US-Dollar auf 10,33 US-Dollar. Der operative Gewinn belief sich auf 12,71 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein wesentlicher Grund für diesen Rückgang war ein Gewinnminus von 26 Prozent in der Versicherungssparte. Die liquiden Mittel des Unternehmens verringerten sich von 380,2 Milliarden Dollar Ende März auf 356,9 Milliarden Dollar zum Ende des dritten Quartals.
Siemens-Aktie verzeichnet Kursverluste
Die Siemens AG steht vor der Veröffentlichung ihrer Finanzergebnisse für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026, die für den 12. November 2026 terminiert sind. Am 6. November 2026 verzeichnete die Aktie im Xetra-Handel Kursverluste von etwa 3,33 Prozent und notierte bei 264,15 Euro. Damit gehört der Technologiekonzern zum hinteren Drittel des Dax.
Im Fokus der kommenden Quartalszahlen steht die Frage, ob das dreistellige Umsatzwachstum im Bereich der Rechenzentren beibehalten werden kann. Während der Auftragstrend in der Elektrifizierung weiterhin als stark gilt, lieferten Geschäftszahlen der Konkurrenz im Automatisierungsgeschäft teils durchwachsene Signale. Die Deutsche Bank Research hat die Einstufung für das Siemens-Papier mit einem Kursziel von 270 Euro auf „Hold“ belassen. Für das Geschäftsjahr 2027 wird ein organisches Umsatzwachstum von rund 8 Prozent erwartet, wobei der Geschäftsbereich „Smart Infrastructure“ einen wesentlichen Beitrag leisten dürfte.
Rentenreform soll vor Weihnachten stehen
Die Umsetzung der geplanten Rentenreform in Deutschland ist Gegenstand politischer Debatten, wobei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigt hat, die Reform in wesentlichen Teilen noch vor Weihnachten im Kabinett zu verabschieden. Während die Arbeit am Gesetzentwurf laut Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) zu 95 Prozent abgeschlossen sei, wird die Einführung der kapitalgedeckten Komponente, der sogenannten Kapitalrente, auf das kommende Jahr verschoben. Für diesen Teil sollen zunächst nur Eckpunkte festgelegt werden.
Die Verzögerung der Kapitalrente wird von Pascal Reddig, Vorsitzender der Jungen Gruppe der Unionsfraktion, kritisiert, da er ein Gesetz statt einer bloßen Absichtserklärung fordert. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Schmidt verteidigte die Verschiebung mit der Notwendigkeit von Gründlichkeit bei der Schaffung von Kapitalfonds, Anlageregeln und Aufsichtsstrukturen. Bundesarbeitsminister Schweitzer strebt eine baldige Vorlage an und betont den laufenden Dialog innerhalb der Koalition.